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Mönchengladbach.  Die 6. Integrationskonferenz der Stadt Mönchengladbach mit über 200 Teilnehmern war ein voller Erfolg, denn Sport bietet viele Chancen, auch zur Integration.

„Sport ist ein hervorragender Garant für eine erfolgreiche Integration, schließlich zählt hier die Leistung und nicht die Herkunft. Zudem steht die Teamleistung im Vordergrund“, so die ehemalige Boxweltmeisterin im Federgewicht Ina Menzer in einem eindrucksvollen Statement für das Gelingen von Sport und Integration. Die Sportlerpersönlichkeit war Gastrednerin bei der 6. Integrationskonferenz der Stadt, die gestern im Haus Erholung mit rund 270 Teilnehmern, darunter auch die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel stattfand und unter dem Schwerpunktthema „Integration durch Sport“ stand.

Geht es um Integration, leisten Sportvereine im Alltag einen wertvollen Beitrag. Bewegung ist ein Teil des Lebens, unabhängig von Sprache, Religion, Herkunft oder Kultur. Neben Fitness und Gesundheit spielen beim Sport besonders soziale Kontakte, Freunde, Entspannung und Spaß eine wichtige Rolle. Dass der Weg zur Integration allerdings nicht immer einfach ist, wusste die mehrfache Boxweltmeisterin und ehemalige Mönchengladbacherin Ina Menzer aus eigener Erfahrung zu berichten. Sie kam 1990 mit ihrer Familie als Spätaussiedlerin von Kasachstan nach Deutschland und musste sich oftmals nicht nur sportlich durchboxen. „Die Sprache ist der entscheidende Faktor für eine Integration, aber auch der Respekt gegenüber Kultur und Menschen, die Einhaltung von Spielregeln und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen“, so Ina Menzer, die die aktuelle Situation mit großer Sorge beobachtet: „Wir stehen vor einer großen Aufgabe, aber Integration kann nur gelingen, wenn alle aufeinander zugehen und sich respektieren. Wir leben aber auch in einem Land mit großen Chancen und der Aussicht darauf, dass Integration gelingen kann“, beendete sie ihren Vortrag mit persönlichen Einsichten auf ihre Entwicklung.

„Sport bietet viele Chancen, auch zur Integration. Selbst wenn unterschiedliche Nationalitäten und Kulturen zusammenkommen, können sie im Sport schnell eine gemeinsame Sprache finden“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners in seiner Begrüßungsrede. „In Mönchengladbach leben Menschen aus über 160 Nationen. Und in der großen sportlichen Vereinslandschaft finden sie sich wieder. Das ist eine große Chance für alle Verantwortlichen“, so Reiners weiter. Dass Sport mit seinen vielfältigen Möglichkeiten Anlässe für Austausch und Begegnung verbindet und als gesellschaftliches Bindeglied zwischen den Kulturen dient, bestätigte auch Axel Tillmanns, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, zugleich Moderator der Integrationskonferenz: „Die Bereitschaft der Sportvereine ist groß, Flüchtlinge mit Angeboten zu unterstützen“, sagte er. Die von der städtischen Integrationsbeauftragten Marion Blinten und der Integrationsplanerin Michaela Morschhoven organisierte Integrationskonferenz bot die den zahlreichen Teilnehmern die Möglichkeit, sich in Arbeitsgruppen nicht nur zum Thema Sport, sondern auch zu den Themenfeldern Flüchtlinge, Stärkung von Kindern und Jugendlichen, Chancenverbesserung auf dem Arbeitsmarkt und Gesundheit auszutauschen und Impulse zu geben. (pmg/sp)

Titelbild: (v. l. n. r.) Integrationsbeauftragte Marion Blinten,
Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, Boxweltmeisterin
Ina Menzer, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und
Integrationsplanerin Michaela Morschhoven
zur 6. Integrationskonferenz

Foto: Stadt Mönchengladbach – Quelle

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