AC---Aachen-100

Stadtanzeiger Aachen: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Aachen. Am Freitag Nachmittag ist bei Bauarbeiten in der Claßenstraße an der Ecke Intzestraße in einer fünf Meter tiefen Baugrube eine Aachener Fliegerbombe von Zehn-Zentner-Gewicht aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden.

Der Kampfmittelräumdienst, Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Mitarbeiter von Deutscher Bahn und RWTH sind bei der Aachener Fliegerbombe vor Ort. 

Die Entschärfung der Aachener Fliegerbombe wird vorbereitet, eine Folge könnte die Evakuierung der Umgebung in einem Radius von 400 Metern sein. Diese Evakuierung durch die Hilfskräfte vor Ort würde dann rund 3000 Anwohner betreffen. Die Evakuierungsmaßnahmen haben zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 16.35 Uhr) noch nicht begonnen.

Nach Angaben der Stadt Aachen ist der engere Kreis um die Fundstelle abgesperrt. Hauptwege werden bei Bedarf später gesperrt. Die Wache der RWTH Aachen räumt vorsorglich Institute im Umfeld.

Die Aachener Fliegerbombe ist bei Tiefbauarbeiten für einen neuen Kanal in der Claßenstraße gefunden worden. Mitarbeiter der Tiefbaufirma haben sofort die entsprechenden Behörden und den Kampfmittelräumdienst informiert.

In der Claßenstraße erneuern Stadt und STAWAG seit Juli 2015 die Oberfläche, den Kanal und die Stromleitungen. Die Bauarbeiten, die im Zusammenhang mit dem Bau eines Hörsaalzentrums der RWTH stehen, dauern bis voraussichtlich August 2016.

Die Bahnstrecke nach Mönchengladbach ist ohnehin aufgrund von Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke Roermonder Straße gesperrt, Schienenersatzverkehr wird zwischen Aachen-Hauptbahnhof und Kohlscheid bereit gestellt.

Obwohl der Zweite Weltkrieg inzwischen über 70 Jahre beendet ist, tritt die Vergangenheit oft unverhofft in unser Leben, so wie beim Fund der Aachener Fliegerbombe von heute und hält die Erinnerung auf manchmal erschreckende Weise wach.

 

Titelbild: Die Aachener Fliegerbombe
entspricht in etwa der vor wenigen Tagen
in der Kasseler Innenstadt gefundenen Fliegerbombe.
(Wir berichteten darüber am 25. August 2015)

Foto: Stadt Kassel 

zurück zur STARTSEITE