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Aachen.  Aachens Elektromobilität hat bei der Verkehrsentwicklung der Stadt Aachen einen hohen Stellenwert. Dies erläuterte Werner Wingenfeld, Planungsdezernent der Stadt Aachen, am Dienstagnachmittag auf einer vom Bundesverkehrsministerium in Aachen organisierten Fachkonferenz unter dem Titel „Elektromobilität vor Ort“.

„Der Anteil von Elektrofahrzeugen ist zwar mit über 1.000 Fahrzeugen in der StädteRegion noch auf einem niedrigen Niveau, aber er ist wesentlich mehr als im Bundesdurchschnitt“, so Wingenfeld.

ASEAG kauft 15 Elektrobusse
Als Beispiel für die Aktivitäten der Stadt im Bereich von Aachens Elektromobilität nannte der Planungsdezernent die in Kürze bevorstehende Beschaffung von 15 Elektrobussen durch die ASEAG. Auch der Aufbau des Pedelec-Verleihsystems Velocity mit 1.000 Elektro-Fahrrädern an 100 Verleihstationen im Endausbau und der vor vier Wochen gestartete Pilotversuch eines Fahrzeugpools mit Elektrofahrzeugen bei der Stadtverwaltung seien weitere Maßnahmen im Bereich der Elektromobilität in Aachen, so Wingenfeld. Dieser CarPool soll künftig einen Großteil der Dienstfahrten durch Mitarbeiter der Stadt Aachen ersetzen, die jetzt vor allem mit Privatfahrzeugen durchgeführt werden. „Sie eignen sich hervorragend für den Einsatz mit Elektrofahrzeugen, da sie zu 97 Prozent eine Länge von weniger als 80 Kilometer haben“, so Wingenfeld. Auch die Transportlast sei klein: Meist wird nur eine Person und ein Volumen befördert, das weniger als zwei  Wasserkästen entspricht.

Über 300 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet
An der im Quellenhof stattfindenden zweitägigen Fachkonferenz nehmen mehr als 300 Personen aus ganz Deutschland teil. Neben Beispielen aus den Kommunen beim praktischen Einsatz von Elektrofahrzeugen werden Referate zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und aktuellen Förderprogrammen gehalten, zur Elektrifizierung des Bussystems, zu E-CarSharing, zu Sicherheitsanforderungen und zum Wirtschaftsverkehr.

Ab 23.000 Kilometer betriebswirtschaftlich sinnvoll
Dass der Einsatz von Elektrofahrzeuge im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen auch betriebswirtschaftlich sinnvoll sei, erläuterte Oliver Braune, Programmleiter Elektromobilität bei der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie aus Berlin. Bei einer Fahrleistung von mehr als 23.000 Kilometern werde dieser Punkt bei kleineren Fahrzeugen erreicht, so Braune.

Die Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen sei bei der Herstellung durch den Einsatz von Hochtechnologie meist etwas schlechter, aber in Abhängigkeit von der Batteriekapazität, von der Laufleistung und von der Art der Energieversorgung werde dieser Nachteil schnell wieder wettgemacht, erläuterte Roberta Graf vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Stuttgart.

Förderzusage beim Projekt „neo e“
Der Einsatz von  Aachens Elektromobilität wurde bislang durch die Förderprogramme eMoVe und das EU-Projekt CIVITAS DYN@MO gefördert. Eine aktuelle Förderzusage erhielt die Stadt am Montag, 7. März, bei der Bewerbung für das neue Programm „neo e“ der Bundesregierung. Hier werden die Mehrkosten der Anschaffung von Elektrofahrzeugen (im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen) und Ladesäulen unterstützt. Vorgesehen ist der Kauf von 36 Elektroautos für den Fahrzeugpool der Stadtverwaltung und den Aachener Stadtbetrieb sowie die Errichtung von 21 Ladesäulen.

 

 

Titelbild: Planungsdezernent Werner Wingenfeld bei seinem Vortrag
„Aachen – Erfahrungen beim E-Flottenaufbau“ im Quellenhof bei der
Fachkonferenz „Elektromobilität vor Ort“ des Bundesverkehrsministeriums.

Foto: Stadt Aachen

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