Übach-Palenberg. Es ist eines der sog. dicken Bretter, die Fred Fröschen über die Jahre hindurch gebohrt hat, bis endlich ein zufriedenstellender Beschluss mit Blick auf die abgeschrägte Querungshilfe im Bauausschuss gefasst wurde. Über Jahre hindurch hatte er nicht locker gelassen, auf ein kleines, aber dennoch mächtig störendes Problem hinzuweisen.

 

 

Querungshilfe

Querungshilfen sollen Fußgängern eine sichere Überquerung der Straße sichern, aber nicht Anwohner einem schier unerträglichen Lärm aussetzen und die Reifen von LWWs unnötig zerstören. Foto: Hartmut Urban

Die bisher nicht abgeschrägte Querungshilfe auf der Geilenkirchener Straße in Frelenberg entspricht einem längst veralteten Stand der Technik. Die Bordsteine sind hoch und die Querungshilfe liegt in einer Kurve, so dass meist Anhänger den Bordstein mit viel Getöse überfahren. Das hat nicht nur dazu geführt, dass die Anwohner dort in hohem Maße über Jahre mit einem doppelten Knall aus dem nächtlichen Schlaf gerissen werden, wenn der Anhänger nach dem „Sprung über den Bordstein“ wieder auf der Straße landet, denn sowohl die ungewollte Überfahrt des Randsteins, als auch die Landung auf der Straße verursachen erheblich störende Geräusche und gefährden die Gesundheit der Anwohner. Der betroffene Bordstein ist schon sichtbar nach innen ein paar Zentimeter verrutscht, sodass die ständige nicht vorgesehene Beanspruchung durch Überfahren des Randsteins deutlich erkennbare Spuren hinterlassen hat.

 

schwierige Durchfahrt

Die Querungshilfe liegt in einer Kurve und auch parkende Autos machen die Passage schwierig.

Aber auch die LKW-Fahrer, die sich an dieser Stelle mit der Zeit die teuren Reifen der Anhänger kaputtfahren, müssen sich von ihren Chefs einiges anhören. Das ist unnütze Kapitalvernichtung und bringt den Fahrern am Arbeitsplatz sicher jede Menge Ärger ein. Eine Arbeiterpartei sollte m.E. auch diesen Aspekt eigentlich im Fokus haben, doch offenbar weit gefehlt.

Der CDU-Stadtrat aus Frelenberg, Fred Fröschen, meint: „Das muss doch nicht sein. Für knapp 1000 Euro lässt sich das Problem lösen. Allein die Reifen der LKWs kosten auf Dauer mehr und die Gesundheit der Anwohner ist ein hohes Gut, das wir schützen sollten.“

So kam es denn auch zur Zustimmung im zuständigen Ausschuss des CDU-Antrags die als bisher nicht abgeschrägte Querungshilfe angelegte Verkehrsinsel an der Geilenkirchener Straße in Frelenberg mit einer Umrandung aus abgeschrägten Hochborden auf der Grundlage neuester Erkenntnisse zu versehen, um die Lärmbelästigung für die Anwohner zu verringern und die Reifen der Schwerlastzüge zu schonen. .

Achim Vogelheim erklärte, dass diese Lösung nach dem aktuellen Stand der Technik mit rund 1000 Euro vergleichsweise kostengünstig sei. Diese Baumaßnahmen zwinge durch ihre Abschrägung die Reifen der Fahrzeuge auf die Fahrbahn zurück, ohne dass polternder Lärm entsteht.

kaputtgefahrene Bordsteine

Durch ständiges Überfahren der Steine hat zu einer sichtbaren Verschiebung geführt.

Bei der SPD stieß der Vorschlag auf Skepsis. „Das schont die Reifen und ist eine Einladung an Pkw-Fahrer zum schnellen Fahren“, sagte Alf-Ingo Pickartz und schloss sich damit den Einwand von SPD-Sprecher Heiner Weißborn an, der befürchtete, nun könnten sich viele Anwohner von Verkehrsinseln mit ähnlichen Forderungen melden. Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen stimmte der Ausschuss dem Vorschlag letztlich zu.

Titelbild: Querungshilfe in Frelenberg. – Foto: Hartmut Urban

Fotos: Hartmut Urban

 

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