Altbau und der Sanierungsfall Dach - genial-nah.de

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Stolberg. In Stolberg stehen zahlreiche historische Gebäude, deren schmuckvolle Fassaden schon das Baualter erahnen lassen. Es gibt aber sehr viel mehr ‚Altbau‘ als dies offensichtlich ist.

Aus energetischer Sicht zählt alles als Altbau, was vor 1995 errichtet wurde. Denn schon nach 20 Jahren zeigt sich erster Instandsetzungsbedarf an Bauteilen oder Heiztechnik und es gibt Energiesparmaßnahmen, die sich lohnen: Spürbarer Komfortgewinn, Wertsteigerung des Gebäudes, bessere Vermietbarkeit und niedrigere Heizkosten sind die positiven Folgen.

Vor einer Sanierung stellen sich dem Hausbesitzer zahlreiche Fragen: Welche Maßnahmen sind für mein Gebäude sinnvoll? Wann und in welcher Reihenfolge sollen Maßnahmen umgesetzt werden? Welche Kosten kommen auf mich zu? Spare ich nach der Sanierung wirklich Energiekosten ein? Welche Förderung gibt es, welche gesetzlichen Vorgaben?

Wenn dann negative Medienberichte über brennende Dämmplatten, gepfuschte Zahlen oder verschimmelte Wohnungen hinzukommen, ist die Verunsicherung komplett und das Sanierungsvorhaben wird lieber ad acta gelegt. Damit rücken sowohl die oben genannten persönlichen Vorteile als auch allgemeine Klimaschutzziele in weite Ferne.

Modernes, zukunftsfähiges Stolberg

In ganz Stolberg sanieren immer mehr Hauseigentümer ihre Gebäude und machen sie fit für die Zukunft. Damit tragen Stolberger Bürger zur Attraktivitätssteigerung der Kupferstadt bei und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Um sie hierbei zu unterstützen, hat die Stadt konkrete Schritte zur Unterstützung von Eigentümern bei ihren Vorhaben eingeleitet.

Speziell für die Stolberger Innenstadt gibt es das Entwicklungskonzept „Talachse Innenstadt“, um diesen Bereich zum attraktiven Aushängeschild der Kupferstadt zu machen. Hauseigentümer in der Innenstadt werden vom Quartiersmanagement unterstützt, dessen Mitarbeiter seit Mai 2015 im Quartiersbüro im Steinweg 73 für alle Fragen rund um die Gebäudesanierung zur Verfügung stehen. Für diese ist das städtische Förderprogramm, das private Sanierungsvorhaben im Sanierungsgebiet Innenstadt finanziell unterstützt, besonders lohnenswert.

Welche weiteren Beratungsangebote zur Gebäudesanierung gibt es?

Für Stolberg und die gesamte StädteRegion Aachen ist seit 2004 der gemeinnützige Verein altbau plus tätig. Kostenlos, unabhängig und neutral berät das Expertenteam Ratsuchende persönlich in der Geschäftsstelle in Aachen, telefonisch oder per E-Mail. Die Beratung umfasst alle Fragestellungen rund um die energetische Sanierung von Wohngebäuden, wie Dämmung, Fensteraustausch oder moderne Heiztechnik. Weitere wichtige Themen sind Förderprogramme und gesetzliche Grundlagen.

Ähnliche Beratungsinhalte vermittelt die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW. Die Verbraucherzentrale bietet zusätzlich zur Beratung in den Geschäftsstellen in Aachen und Alsdorf auch Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause an. Diese Leistungen sind öffentlich gefördert und kosten daher nur wenig Geld.

Die Berufsbezeichnung „Energieberater“ ist leider nicht geschützt, nichts desto trotz gibt es zahlreiche qualifizierte Energieberater auf dem freien Markt, häufig weitergebildete Architekten und Ingenieure. Diese können eine Sanierung von der Planung über die Vergabe der Handwerkerleistungen bis zur Ausführung begleiten und setzen damit dort an, wo die Initialberatung von altbau plus oder Verbraucherzentrale aufhört.

Aktuelle Veranstaltung in Stolberg – Termin vormerken

altbau plus bietet in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Stolberg einen Vortrag zum Thema Dachsanierung an. Das Dach ist ein besonders wichtiger Teil des Hauses: Es muss Witterungseinflüssen wie Wind, Regen und Schnee widerstehen, die Heizwärme der darunter liegenden Wohnräume bewahren sowie die sommerliche Hitze abhalten. Es ist der sprichwörtliche „Deckel auf dem Topf“.

Unter dem Titel „schräg oder flach – Sanierungsfall Dach“ können sich alle Interessierten kostenlos informieren am Montag, den 11. April um 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das Quartiersbüro, um Anmeldung bei altbau plus wird gebeten (Kontaktdaten, siehe unten).

Titelbild: Altbau – „schräg oder flach
Sanierungsfall Dach“

Foto: Stadt Stolberg

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