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Stadtanzeiger Wolfsburg: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Wolfsburg. Archäologische Funde am Schloss wurden aus dem 18. Jahrhundert geborgen. Als kürzlich die Trinkwasserleitung auf fast 120 Meter erneuert wurde, sind am Schloss Wolfsburg mehrere Alltagsgegenstände des 18. Jahrhunderts geborgen worden.

Die archäologische Funde am Schloss kamen zum Vorschein, als die neue Leitung im Graben der alten Wasserleitung verlegt wurde, der unter anderem durch den verfüllten Wassergraben des Schlosses führt. Die Funde zeigen den gehobenen Lebensstil der Wolfsburger Schlossherren. Dieses belegen zum Beispiel Austernschalen und Bruchstücke einer sehr feinen Porzellantasse. Ein kleiner tönerner Tabakspfeifenkopf ist zudem ein Importprodukt aus der holländischen Stadt Gouda.

Weitere Artefakte wurden durch die Beauftragung eines ehrenamtlichen Sondengängers entdeckt. Mit Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt untersuchte Sven Heine mit seiner Metallsonde den Aushub und suchte die Grabenwände nach Metallgegenständen ab.

Dabei fand er mehrere eiserne Nägel und weitere Metallfragmente. Diese stammen aus dem Bereich der Remisen und können den mittelalterlichen und neuzeitlichen Stallungen des Schlosses zugeordnet werden.

Der eingesetzte ehrenamtliche Sondengänger, der einen Qualifizierungskurs beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege absolviert hat, war von der Stadt Wolfsburg erstmals mit der Suche nach archäologischen Bodenfunden beauftragt worden.

Titelbild: Tonpfeifenfragmente

Foto: Stadt Wolfsburg – Quelle

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