Nun auch SPD für eine eigene Sekundarschule - genial-nah

Stadtanzeiger Baesweiler: Nachrichten aus der Stadt – news: genial-nah

 

Baesweiler. Nach dem Scheitern der Dependance-Lösung mit der Willy-Brandt-Gesamtschule von Übach-Palenberg rückt die sog. Sekundarschule, eine Art Gesamtschule ohne eigene Oberstufe immer mehr in den Fokus.

Bürgermeister Prof. Dr. Willi Linkens hatte bereits kurz nach Bekanntwerden des Scheiterns von Sondierungen auf Verwaltungsebene eine eigene Sekundarschule für Baesweiler ins Gespräch gebracht.

Die SPD-Baesweiler stellt nun fest, dass mit der Goetheschule die Stadt schon „die zweite und letzte Hauptschule“ verliere. „Für die Goetheschule haben sich nur noch drei (!) Schülerinnen und Schüler angemeldet. Unabhängig von jeder Prognose sind dies viel zu wenige, um eine Eingangsklasse zu bilden. Die letzte Hauptschule Baesweilers ist damit endgültig am Ende – nur zwei Jahre, nachdem bereits die Settericher Lessingschule ihre Pforten geschlossen hat“, stelle die SPD in einer Stellungnahme fest.

Die SPD aus Baesweiler stellt zur Kooperationsidee mit der Nachbarstadt fest, die nun nicht weiter verfolgt wird: „Der von vornherein zum Scheitern verurteilte Plan, eine Dependance der Willy-Brandt- Gesamtschule in Baesweiler einzurichten, ist völlig zu Recht in Übach-Palenberg auf Ablehnung gestoßen.“

Die Tatsache, dass die noch informellen Sondierungsgespräche auf Verwaltungsebene ohne jede Beschlusslage in beiden Städten bereits zu dem Zeitpunkt für beendet erklärt wurden, als absehbar war, dass keine politische Mehrheit in Übach-Palenberg zu erzielen sein würde, beurteilt die SPD- Baesweiler so: „Dass weder in Übach-Palenberg noch in Baesweiler der Stadtrat informiert wurde, als die Ablehnung konkret wurde, macht die Vorgehensweise nicht vernünftiger. Offenbar wurde hier an den zuständigen politischen Gremien vorbei gemauschelt – wohl weil absehbar war, dass der Plan keine Mehrheiten finden würde.“

Nun soll die „jahrgangsweise Überleitung von Haupt- und Realschule in eine Sekundarschule“ nach Auffassung der örtlichen SPD die Lösung sein. „Das bedeutet mehr Sachmittel, aber vor allem mehr Lehrpersonal“, wie die Sozialdemokraten die Chancen bewerten. „In Kooperation mit dem Gymnasium“ sei „sogar ist eine gemeinsame Oberstufe machbar,“ so der SPD-Vorsitzende Dr. Karl Josef Strank. „Das Ziel muss sein, dass auch in Zukunft alle Schulabschlüsse vor Ort in Baesweiler angeboten werden.”

„Wir befürchten, am Ende bleibt als Fazit nur die traurige Erkenntnis: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben”, urteilt Dr. Strank. Angesichts der Entwicklungen in den Nachbarkommunen wird der Entscheidungsspielraum für eine weiterführende Schulform in Baesweiler immer enger. Daher muss jetzt eine klare Entscheidung her: Wir brauchen eine eigene Sekundarschule in Baesweiler! Wenn die Schülerzahlen es hergeben, sogar eine Gesamtschule mit eigener Oberstufe.

 Foto: Jürgen Dackweiler

 

zu diesem Thema siehe auch:

Baesweiler: Verkehrte Welt in Sachen Gesamtschulpolitik?

Übach-Palenberg/Baesweiler: Keine Kooperation in Sachen Gesamtschule

Baesweiler: Wie sieht der Plan B zum Gesamtschul-Teilstandort Baesweiler aus?

lesen Sie hier mehr zu BAESWEILER

__________

S T A D T A N Z E I G E R 
B A E S W E I L E R

bürger-nah – heimat-nah

Nun auch SPD für eine eigene Sekundarschule - genial-nah

zurück zur STARTSEITE