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Stadtanzeiger Herten: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Herten. Flugasche, Kesselsand, REA-Gips – Wenn in Steinkohlekraftwerken aus Kohle Energie gewonnen wird, fallen zahlreiche Nebenprodukte an. Die Hertener BauMineral GmbH verwertet und verarbeitet diese „Reststoffe“ zu Materialien für die Bau- und Baustoffindustrie.

Bürgermeister Dr. Uli Paetzel besuchte die BauMineral GmbH auf Schlägel und Eisen und interessierte sich für die „Resteverwertung“ aus den Steinkohlekraftwerken. Egal ob im Wohnungs-, Verkehrswegebau oder im Sportplatzboden, die in Steinkohlekraftwerken entstehenden „Reststoffe“ umgeben uns alltäglich.

Im Kerngeschäft führt die 1989 gegründete BauMineral GmbH die Verwertung und Veredelung durch und handelt mit Baustoffen. Somit schlägt das Unternehmen eine Brücke zwischen Kohlekraftwerken und Bauwirtschaft. Bei der Kohleverstromung in Kraftwerken bleiben unter anderem Nebenprodukte wie Flugasche zurück. Das zum E.ON-Konzern gehörende Unternehmen nutzt das staubförmige Material unter anderem zur Herstellung hochwertiger Baustoffe. Dabei wird auch gleichzeitig die Umwelt geschont, denn die Flugasche wird fast vollständig aus der Luft herausgefiltert und gelangt nicht in die Umgebung. Auch durch die Verarbeitung anderer Nebenprodukte handelt die BauMineral GmbH umweltbewusst und senkt so die CO²-Belastung. „Die Nutzung der anfallenden Reststoffe führt dazu, dass diese nicht entsorgt werden müssen“, resümiert Bürgermeister Dr. Uli Paetzel. Auch das käme der Umwelt zugute.

Bei der Herstellung von Beton ist Flugasche ein besonders guter Zusatzstoff. Durch sie werden die Löcher im Beton besser ausgefüllt, was zu einer höheren Dichte, Frostsicherheit und Wasserverdrängung führt. Andere Produkte wie REA-Gips und Kesselsand finden ihre Anwendung im Straßenbau, Sportplatzbau und in Gipskartonplatten. In speziellen Anlagen und durch besondere Verfahrenstechniken entsteht in der Hertener BauMineral GmbH das Produkt Microsit, das bei der Herstellung von Rohren und Sonderbetonen zum Einsatz kommt. Aus Kraftwerksstoffen werden so Bauwerkstoffe für Generationen.

Die Produkte des mittelständischen Unternehmens mit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern finden ihren Weg zu lokalen Bauprojekten, wie der Renaturierung der Emscher und zu rund 1.500 Kunden in Deutschland, Europa und neuerdings sogar Ägypten. Insgesamt werden im Jahr etwa 2,5 Millionen Tonnen der Werkstoffe vertrieben. „Die Kunst unseres Geschäftes ist die ganzjährige Verfügbarkeit der Produkte“, erklärt Geschäftsführer Burkhard Jakobuß. „Diese Herkulesaufgabe zu bewältigen, ist das Hauptanliegen unseres Unternehmens.“ Um diese Herausforderung stemmen zu können, verfügt der Betrieb über einen großen Fuhrpark mit 45 Einheiten und einer Lagerkapazität von 300. 000 Tonnen.

 

Titelbild:  (v.l.n.r.): Stefanie Anton (Jobcenter),
Frau Sabine Baloniak (Betriebsrat), Burkhard
Jakobuß (Geschäftsführer), Frauke Wiering
(Wirtschaftsförderung), Bürgermeister Dr. Uli Paetzel,
Jörg Putschker (Leiter Logistik), Michael Schäfer
(Leiter Massenlogistik)

Foto: Stadt Herten  – Quelle

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