Blasmusik 'goes' Konsolenspiele? Yes we can! - genial-nah

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Herzogenrath.  Tolle Resonanz beim Experiment zur Blasmusik der Harmonie „Cäcilia“ – Standing Ovations für einen gelungenen Konzertabend.

 Das hat auch die älteren Musiker der Harmonie „Cäcilia“ überrascht. Kurz vor 19:30 Uhr strömten immer noch Zuhörer in die bereits bis auf den letzten Stuhl voll besetzte Aula des Herzogenrather Schulzentrums, so dass kurzer Hand noch einige Besucherstühle beigestellt wurden. Offenbar hatte das Thema des Konzertes, die Verträglichkeit von Konsolenspielen mit Blasmusik den Nerv der Zeit getroffen. Und pünktlich um 19:30 Uhr eröffneten wie im letzten Jahr die Kinder der beiden Bläserklassen der Harmonie und der Regenbogenschule einen wieder mal bemerkenswerten Konzertabend.

Nachwuchsdirigent Willem Lindelauf führte die jungen Nachwuchsmusiker dabei gekonnt durch den Abend und lieferte prompt die erste Zugabe des Abends. Auch das im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verjüngte Jugendorchester und das neu gegründete Ausbildungsblasorchester (ABO) zeigten, welch guten Erfolg man mit konsequenter Nachwuchsarbeit erzielen kann, hob sich der Klangkörper doch schon deutlich von den Bläserklassen ab. Als „Belohnung“ durften die Nachwuchsmusiker dann das erste Stück des großen Orchesters unter der Leitung von Olav Calbow mitspielen, „Baba Yetu“ von Christopher Tin. Der Komponist gewann als erster Komponist überhaupt mit diesem Lied im Jahr 2011 einen Grammy Award mit dem Soundtrack eines Computerspieles, und zur Musik der Cäcilia wurden auf zwei in der Aula aufgebauten Leinwänden Spieleszenen des Spiels „Civilisation“ projiziert, so dass das Publikum eine Ahnung der 2. Konzerthälfte bekam. Zunächst jedoch forderte Dirigent Calbow noch vor der Pause mit der höchst anspruchsvollen Ouvertüre „Marinarella“ von Julius Fucik Publikum und Musiker noch einmal in besonderem Maße heraus.

Die 2. Konzerthälfte wurde dann ganz locker mit der Polka „Ein halbes Jahrhundert“ eröffnet, bevor wieder die Konsolenspiele den Abend beherrschen sollten. Zu den Musikern hatte sich zwischenzeitlich „Zocker“ Sebastian Schmitz auf die Bühne gesellt, der von da an live zu der Musik der „Cäcilia“ Konsolensiele spielte, die per Beamer auf die Leinwände projiziert wurden. Den imposanten Anfang machte dabei „The Legend of Zelda“, bevor der Klassiker „Donkey Kong“ intoniert wurde. An dieser Stelle verlief der Konzertabend nicht wie geplant. Während die Musiker um Calbow, der bei diesem Stück selbst zur Solo-Posaune griff, gekonnt swingten, funktionierte das Spiel nicht, so dass die Zuschauer nur auf schwarze Leinwände blickten. Wie sich im Nachhinein herausstellte, wurde in der Konzertpause das Spiel aus der Konsole entfernt. Nachdem dann für die Fans der gepflegten Blasmusik zwischendurch noch die Polka „Musikantensehnsucht“ gespielt wurde, fanden mit der wiederum äußerst anspruchsvollen Interpretation der Tetris-Melodie „Korobeiniki“ des Schweizers Urs Erdin die Konsolenspiele an diesem Abend ihr Ende. Zum Schluss gab es noch den weltbekannten Florentiner Marsch von Fucik, bevor die Kinder des Jugendorchesters sich nochmal auf die Bühne gesellten und mit den „Großen“ gemeinsam mit „Rey´s Theme“ aus dem neuen „Star Wars“-Film und einer weiteren Zugabe der Konzertabend fulminant und mit fast schon gewohnten Standing Ovations endete.

Titelbild: Blasmusik vom Feinsten der Harmonie ‚Cäcilia‘

Foto: Stadt Herzogenrath

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