Burgherren auf Burg Vischering - genial-nah.de

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Kreis Coesfeld.  Die ‚Burgherren‚ vieler Schlösser und Burgen des Münsterlandes wollen sich vernetzen, um ihre Aktivitäten zu bündeln, sich gemeinsam zu vermarkten oder einfach nur um Erfahrungen auszutauschen.

Das war das Ergebnis eines Treffens der ‚Burgherren‚ auf der Burg Vischering, zu dem der Kreis Coesfeld Besitzer und Betreiber von Schlössern und Burgen eingeladen hatte. In Kürze soll dafür ein Netzwerk gegründet werden, das aus der Burg Vischering heraus von der Kulturabteilung des Kreises Coesfeld koordiniert und betreut wird.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr begrüßte die  ‚Burgherren‚ und sonstigen Gäste auf der Burg zur Gründungvorbereitung des geplanten Netzwerks „Burgen und Schlösser im Münsterland“ und freute sich über das große Interesse der Burgbesitzer und -betreiber. Simone Thiesing, Projektleiterin des Regionale-2016-Projektes „WasserBurgenWelt“, stellte einführend die anstehenden Umbauarbeiten an der Burg Vischering vor. Die neue Ausstellungskonzeption sieht auch die Schaffung eines Portals für Burgen und Schlösser für das Münsterland vor. Im Sockelgeschoss der Hauptburg werden die zahlreichen Häuser vorgestellt und Informationen zu historischen Verknüpfungen und baulichen Besonderheiten vermittelt. Den Besuchern wird mit vielen attraktiven Ausstellungselementen Appetit gemacht, die weiteren historischen Gemäuer in der Region zu entdecken.

Landrat Dr. Schulze Pellengahr erläuterte, dass in der Burg Vischering neben dem Portal für Schlösser und Burgen des Münsterlandes mit dem Netzwerk für Burgen und Schlösser im Münsterland auch ein attraktives fachliches Angebot für die „Burgherren“ der Region aufgebaut wird. Hierfür richtete der Kreis Coesfeld eigens eine halbe Personalstelle für einen „Kümmerer“ in der Kulturabteilung ein. „Dies zeigt die große Bedeutung, die wir der regionalen Vernetzung der Burgen und Schlösser im Münsterland geben“, erklärte Landrat Dr. Schulze Pellengahr.

Die hohe Bedeutung der Schlösser und Burgen für die Region unterstrich Kerstin Clev, Tourismus-Expertin beim Münsterland e.V.: Umfragen unter Gästen hätten immer wieder ergeben, dass diese Bauwerke ein Hauptgrund für Besucher sei, den Urlaub im Münsterland – vorwiegend mit dem Fahrrad – zu verbringen. Deshalb möchte der Münsterland e. V. auch gemeinsam mit den Münsterlandkreisen und der Stadt Münster einen Masterplan für die Entwicklung dieser besonderen Schlösser- und Burgenregion erstellen.

Die besonderen Vorteile, die ein Schlösser- und Burgennetzwerk seinen Mitgliedern bieten kann, zeigte Oliver Melchert vom Beratungsbüro BTE auf. Er unterstrich, dass viele Besitzer und Betreiber einen solchen Zusammenschluss begrüßen würden, wenn die Ziele – beispielsweise die Tourismusförderung – klar definiert seien. Dies soll jetzt beispielsweise mit der Erstellung des Masterplans für die Schlösser- und Burgenregion  Münsterland geschehen. Hierin sollen unter anderem Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen die 100-Schlösser-Route als Premium-Radroute Deutschlands auf den neuesten Stand  gebracht und noch enger mit den historischen Burg- und Schlossanlagen verknüpft wird. Und das Burgennetzwerk kann hieran direkt mitarbeiten: Als neuer Koordinator in der Kulturabteilung stellte sich Markus Kleymann den Akteuren vor.

Bereits im Juni soll jetzt, so waren sich die Teilnehmer einig, das Netzwerk Burgen und Schlösser im Münsterland offiziell gegründet werden. Das Netzwerk wird natürlich offen stehen für möglichst viele weitere „Burgherren“.

 

Titelbild: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (4.v.r.)
begrüßte die  ‚Burgherren‚ und sonstige Gäste auf der Burg.

Foto: Kreis Coesfeld

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