Demokratie leben! Partnerschaften für Demokratie - genial-nah

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Kreis Viersen.  Im Kreis Viersen hat die zweite Projektphase ‚Demokratie leben! Partnerschaften für Demokratie im Kreis Viersen‘ begonnen. Der Kreis beteiligt sich am Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums.

„Initiativen für mehr Demokratie aus allen neun kreisangehörigen Städten und Gemeinden können auf finanzielle Unterstützung hoffen“, sagt Ingo Schabrich, Kreisdirektor und Bildungsdezernent des Kreises Viersen. Insgesamt steht eine Fördersumme von 12.000 Euro in Aussicht. Die Bewerbungsfrist endet am Mittwoch, 1. Juni.

„Die Bedeutung von Menschenrechten, Demokratie und Toleranz stärken, über Rassismus und Extremismus informieren sowie präventiv und nachhaltig arbeiten – dies sind die Leitgedanken der aktuellen Ausschreibung“, sagt Peter Varevics von der Diakonie Krefeld – Viersen. Bei ihm laufen in der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Kreis Viersen die Fäden des Projekts zusammen. Dort gibt es für Vereine und Initiativen, die solche Projekte angehen möchten, weitere Informationen, Beratung und die Antragsformulare: Telefon 02162/102023, mobil 0157/52512514.

Während der ersten Bewerbungsphase erreichten 18 Projektanträge die Koordinatoren. Sechs Projekte werden mit insgesamt rund 12.500 Euro unterstützt. „Die geförderten Initiativen machen deutlich, welche Bandbreite möglich ist“, sagt Daniela Schiefner vom Regionalen Bildungsnetzwerk Kreis Viersen. So reicht die Spanne von einem interkulturellen Kunstprojekt in Willich, über ein Youtube-Projekt gegen Demokratiefeindlichkeit, bis hin zur Integration von Flüchtlingen in den Sportvereinen im Kreisgebiet. Daneben wird eine Wanderausstellung über die Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ aus der Zeit des Nationalsozialismus bezuschusst sowie zwei Jugend-Theaterprojekte in Kempen und Oedt.

Hintergrund: Begleitausschuss des Projektes ‚Demokratie leben!‘
Der Begleitausschuss entscheidet, welche Projekte im Rahmen von „Demokratie leben!“ gefördert werden. Darüber hinaus thematisiert der Ausschuss Fremdenfeindlichkeit im Kreis Viersen. Rechtsextremismus und Hetze gegen Flüchtlinge werden nach Einschätzung der Mitglieder weniger öffentlich wahrgenommen als in anderen Landkreisen. Allerdings gibt es auch am Niederrhein Erfahrungen mit Drohanrufen sowie Hetze und Falschinformation in den sozialen Medien. Information, Bildung und eine stärkeres Bewusstseins über den Wert von Demokratie machten die Ausschussmitglieder als wichtige Bausteine aus, um Vorurteile und Unwahrheiten zu verringern. An dieser Stelle sollen die geförderten Projekte ansetzen.

Titelbild: ‚Demokratie leben!‘ steht auf dem Plakat, das die Verantwortlichen
für das Bundesprojekt im Kreis Viersen vor dem Kreishaus in Viersen hochhalten
(v.l.): Kreisdirektor Ingo Schabrich, Daniela Schiefner (Regionales Bildungsnetzwerk
Kreis Viersen) sowie von der Diakonie Krefeld & Viersen Caroline Ewert (Bereichsleitung
Arbeit/Qualifizierung/Bildung) und Ludger Firneburg (stellvertretender Geschäftsführer).

Foto: Kreis Viersen

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