Deutsche-niederländische Katastrophenschutzübung - genial-nah

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Kreis Borken. Im Juni dieses Jahres war es der Ernstfall mit Hochwasser nach tagelangem Starkregen, diesmal eine deutsche-niederländische Katastrophenschutzübung.

Im Kreis Borken traten aufgrund von tagelangem Starkregen die Flüsse über die Ufer, standen weite Flächen unter Wasser und liefen viele Kellerräume voll. Jetzt hingegen ging es „nur“ um ein Planspiel beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze. „Land unter in der Grenzregion“ hieß es – die Folge: Es wurde Katastrophenalarm ausgelöst, um das Hochwasser zu bekämpfen. Für die an der Großübung beteiligten deutschen und niederländischen Behörden bedeutete dies vor allem eine ständige enge Zusammenarbeit. Schließlich wirken sich Maßnahmen auf deutscher Seite, wie etwa das Öffnen von Stauwehren in Issel oder Bocholter Aa, unmittelbar auf die Lage in den Niederlanden aus. Erprobt wurde daher vor allem der Kommunikationsaustausch zwischen den Einsatzkräften. Und der funktionierte, wie die Übungsverantwortlichen in einem ersten Resümee feststellen. Detaillierte Analysen werden in den kommenden Wochen aber noch folgen.
An der Übung nahmen die Waterschappen Vechtstromen und Rijn en Issel, der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, die Veiligheidsregionen (Sicherheitsregionen) Twente und Noord- en Oost Gelderland sowie die Bezirksregierung Münster und die (Land-) Kreise Grafschaft Bentheim und Borken teil. Unterstützt wurden sie bei der Übung von der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW), deren Koordinierungsbüro bei der EUREGIO in Gronau angesiedelt ist. Während auf der niederländischen Seite auch vor Ort Einsatzkräfte zur Hochwasserbekämpfung tätig waren, ging es auf deutscher Seite vor allem um die Erprobung der behördlichen Zusammenarbeit und die Arbeit der Krisenstäbe.

Titelbild: Zum Beginn der Katastrophenschutzübung unterrichtete
Kreisordnungsdezernent Dr. Hermann Paßlick (stehend) die Mitglieder
des Krisenstabes des Kreises Borken über die Lage.

Foto: Kreis Borken – Quelle