Die Skride-Schwestern mit Daniel Müller-Schott - genial-nah

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Hamm.  Drei Solitäre – und doch funkeln sie doppelt so schön zusammen: wie sich das live anhört, kann man am Donnerstag, 7. Juli, um 20 Uhr im Kurhaus erleben, wenn die Skride-Schwestern zusammen mit Cellist Daniel Müller-Schott zu einem KlassikSommer-Konzert der Extraklasse einladen.

Kammermusik lebt vom gegenseitigen Verständnis, vom Aufeinander-Eingeschworen-Sein, vom perfekten Zusammenspiel der  Skride-Schwestern. Baiba und Lauma Skride musizieren seit frühester Kindheit gemeinsam, machten jede für sich eine brillante Virtuosen-Karriere. Und sind immer noch ein Kammermusikensemble – im Trio mit Daniel Müller-Schott, einem der wohl derzeit besten Cellisten. Intimes Spiel, musikalische Sensibilität und höchste Konzentration bringen die Triopartner in ihr Konzert ein, an dessen Ende mit Brahms‘ op. 8 eines der klangschönsten Werke seiner Gattung steht, ein Werk, das den Bogen vom frühen Brahms bis zu seinem verdichteten Alterswerk spannt.

Doch zu Anfang wird es wild und geheimnisvoll: Was Haydn mitten im betriebsamen London dazu veranlasste, ein Rondo im Stil ungarischer Zigeunermusik zu schreiben, bleibt sein Geheimnis. Immerhin brachte der Hofkapellmeister des Grafen Esterházy jede Menge Volksmusik vom Balkan mit nach London. Im weltberühmten Finale des „Zigeunertrios“ verwendete er echte ungarische Tanzweisen. Für die Londoner ganz klar „Zigeunermusik“ und so nannten sie den Satz, den Haydn selbst „Rondo all´Ongarese“ überschrieb, „Rondo in the Gypsy’s Style“.

Auf Haydn folgt Dvořák: „Dumky“ heißt eines der bekanntesten Klaviertrios überhaupt. „Dumka“ heißt auf Ukrainisch ‚Gedanke‘ oder ‚Nachsinnen‘ und so bezieht sich der Name „Dumky“ auf die schwermütigen, balladenartigen slawischen Gesänge, die Antonín Dvořák darin verarbeitet hat. Mit diesem Werk verabschiedet er sich vom Genre des Klaviertrios, dem er einige seiner inspiriertesten Momente geschenkt hat – mit einem großartigen Gemälde aus Trauer und übermütigem Trotz.

Baiba Skride zählt zu den profiliertesten Geigerinnen unserer Zeit und wird weltweit für inspirierende Interpretationen und ihren unverwechselbaren Geigenton geschätzt. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie in Riga, wo sie auch ihr Musikstudium begann, wechselte sie 1995 an die Hochschule für Musik und Theater Rostock zu Professor Petru Munteanu. Im Jahr 2001 gewann sie den 1. Preis des Queen Elisabeth Wettbewerbs in Brüssel. Heute spielt mit Orchestern von Weltrang und arbeitet mit namhaften Dirigenten.

Daniel Müller-Schottist einer der weltbesten Cellisten und auf allen wichtigen internationalen Konzertpodien zu hören. Bereits mit fünfzehn Jahren gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowski Wettbewerb für junge Musiker 1992 in Moskau. Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte hat er eine große Leidenschaft für die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires.

Insbesondere für ihre Interpretationen des deutschen klassischen und romantischen Repertoires wird die Wahl-Berlinerin Lauma Skride, seit 2008 Trägerin des Beethoven-Ringes, geschätzt: Sie gastierte bei allen großen Orchestern und arbeitet mit Dirigenten von Weltrang. Regelmäßig ist sie zudem mit ihrer Schwester zu erleben. Feurige Energie, jugendliche Frische und höchste Sensibilität sind mittlerweile zu Markenzeichen des Duos geworden.

Titelbild: Baiba und Lauma Skride

Foto: Marco Borggreve – Quelle

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