Eichenstämme aus dem Mittelalter - genial-nah.de

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Hanau. Objekt des Monats April in den Hanauer Museen sind diesmal Eichenstämme aus dem Mittelalter, die jede Menge über sich verraten können.

So manches Kleinod verbirgt sich in den Museen der Stadt Hanau. Auch wer glaubt Schloss Philippsruhe, das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum oder das Hessische Forstmuseum Alte Fasanerie wie seine Westentasche zu kennen, entdeckt immer wieder Neues. Die Museen der Stadt Hanau laden dazu ein, einmal im Monat genauer hinzusehen und die Schätze der Hanauer Geschichte und Museen gemeinsam neu zu entdecken und zu erleben. Als Objekt des Monats werden monatlich ausgewählte Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk und antike Gegenstände aus den Hanauer Museen Philippsruhe, Steinheim und Großauheim sowie dem Hessischen Forstmuseum Alte Fasanerie und dem Hessischen Puppenmuseum vorgestellt.

Das Objekt des Monats April stammt aus dem Museum Schloss Steinheim für regionale Vor- und Frühgeschichte. Es zeigt zwei ausgehöhlte Eichenstämme, die ursprünglich Schwimmkörper von Mainfähren waren. Der Längere konnte auf das Jahr 1415 datiert werden. Der nur zum Teil erhaltene kürzere Baumstamm stammt aus dem Jahr 1274.

Für die Einbaumfähre waren die speziellen Kenntnisse eines Schiffsbauers, der die Spannten- und Plankentechnik beherrschen musste, nicht nötig war. Vielmehr reichten zum Bau der Fähre Techniken, die beim Zimmermannshandwerk Gang und Gebe waren. So erdachten lokale Handwerker mit den vorhandenen Ressourcen eine praktische und günstige Lösung zur Flussüberquerung. Die Fähre wurde an seichten Stellen zur Flussüberquerung eingesetzt und mit langen Stangen gesteuert. Die beiden ausgehöhlten Eichenstämme sind Teil der Sonderausstellung „Einfach Genial!? Der Mensch und seine Erfindungen“ im Museum Schloss Steinheim, die noch bis zum 2. April 2017 dort zu sehen sein wird.

Titelbild: Die ausgehöhlten Eichenstämme
im Museum Steinheim dienten einst als
Schwimmkörper für eine Mainfähre. 

Foto: Stadt Hanau – Quelle

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