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Heinsberg / Übach-Palenberg. Droht jetzt auch die Freibadschließung in Übach der Kosten wegen? Die Frage ist nicht von der Hand zu weisen. Schaut man sich nämlich in Sachen Freibadschließung im Kreisgebiet um.  Und außerdem fallen hier die  ca. 200.000 Euro pro Jahr schwer ins Gewicht, die ohne Not durch einen ‚SPD-Antrag zur Unzeit verschenkt‚ wurden.

Jetzt ist bekannt geworden, dass eine Freibadschließung nicht nur in Kirchhoven ansteht, sondern auch in Oberbruch. Ein extra dafür eingerichteter Arbeitskreis hatte die Freibadschließung beider Bäder in Heinsberg empfohlen. Die Heinsberger CDU stimmte jetzt dem Vorschlag der ersatzlosen Freibadschließung zu, denn das Jahresdefizit von einer Million Euro sei zu hoch. Das Geld könne hier gespart und für andere Zwecke eingeplant werden. Die beiden Freibäder ließen sich angesichts des Kostendrucks auf Dauer nicht mehr halten.

Freibadschließung

Ob, und falls ja, wann das Freibad in Herzogenrath-Merkstein zur Disposition stehen könnte, ist nicht bekannt. – Foto: Nicole Bölükbas

Einige Bürger nahmen diese Entscheidung der doppelten Freibadschließung mit Entsetzen auf. „Wo sollen unsere Kinder denn noch schwimmen?“, fragte die Mutter zweier Kinder aus Porselen.

Gegenüber dem WDR erklärte der Beigeordnete Jakob Gerards, der gleichzeitig Geschäftsführer der Stadtwerke Heinsberg ist, von wo aus die Bäder verwaltet werden: „Wenn die beiden Freibäder den Stellenwert gehabt hätten, den die Bevölkerung jetzt behauptet, dann hätte sich das ja in Besucherzahlen widerspiegeln müssen.“ Man könne die Bäder wirtschaftlich nicht mehr betreiben, die Freibadschließung sei eine logische Konsequenz.

Freibadschließung könnte auch in Übach durch ‚SPD-Antrag zur Unzeit‘ drohen

Genau diese Argumentation wird den unzähligen Übach-Palenberger Eltern und Schwimmfreunden wohl noch bevorstehen, denn auch beim Ü-Bad ist jährlich ein Defizit von ca. 700.000 Euro zu verzeichnen. Etwa 200.000 Euro jährlich hatte nach Auffassung von einem Experten, der nicht genannt werden will, es reich rechnerisch die Stadtkasse gekostet, weil die SPD noch während der laufenden Verhandlungen einen Ratsantrag vor der Sommerpause gestellt hatte, mit dem Ziel einen Bürgerentscheid zur Wasserversorgung zu beschließen.

Die logische Konsequent war, dass die möglichen Lieferanten sich erst einmal zurücklehnten, und keine verbesserten Vorschläge einbrachten. (Wir berichteten darüber.) Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Gudduschat meinte dazu, der SPD-Antrag sei ‚zur Unzeit gestellt worden‘, was im Ergebnis die Schließung des Freibades Übach zur Folge haben kann.

Alternativen zu den beiden Freibädern gibt es weder in Heinsberg, noch in Übach-Palenberg.  Als Naturfreibäder eignen sich weder der Übach-Palenberger Wurmtalsee, noch der Heinsberger Lago Laprello, der aktuell mit Berichten zufolge wegen Verschmutzungen für Aufsehen sorgt, und schon gar nicht der Adolfosee in Ratheim, der nicht einmal als Badesee offiziell anerkannt ist. So gibt es dort weder eine Badeaufsicht noch irgendwelche sanitäre Anlagen. So sorgen sich nun die Eltern mit Recht:

„Im Freibad hat man zu der eigenen Aufsicht immer noch eine gewisse Sicherheit durch den Bademeister. In Badeseen gibt es so viele Gefahren, denen man sein Kind einfach nicht aussetzen will. Muss erst ein Kind im See ertrinken, bis man erkennt, wie wichtig ein Freibad ist?“ Neben der Sicherheit spielen auch Emotionen eine wichtige Rolle: „Hier hat mir schon meine Mutter das Schwimmen beigebracht und ich selbst meinen eigenen Kindern. Es wäre einfach nur traurig, wenn es tatsächlich geschlossen wird.“

So wird wohl auch in Übach-Palenberg bald geklagt werden, wenn es der Verwaltung der Stadt nicht gelingt, die notwendigen Gelder aufzutreiben oder eine für die Kommunalaufsicht akzeptable Gegenfinanzierung darzustellen. Im Freibad sind den Aussagen vieler älterer Bürgerinnen und Bürger wie Gäste der Stadt erste zarte Bande geknüpft worden, die in der Folgezeit zu jahrzehntelangen glücklichen Ehen führen. Diese und ähnliche Emotionen sollte man bei einer späteren notwendigen Entscheidung nicht außer Acht lassen.

Sollte das Freibad wirklich offen bleiben sollen , obwohl die SPD mit ihrem Antrag, dafür gesorgt hat, dass die Stadt Übach-Palenberg ca. 200.000 Euro in Jahr an Mehreinnahmen nicht erhalten wird, scheint ein Engagement der Bürgerinnen und Bürger unausweichlich, beispielsweise durch häufigere Besuche im Ü-Bad das ganze Jahr über, um die Defizite auszugleichen, damit erst gar nicht eine Situation wie in Heinsberg entsteht, wo das ‚Kind ja bereits in den Brunnen gefallen‘ zu sein scheint.

Titelbild: Das selbst bei mäßigem Wetter gut besuchte Freibad Übach.
Foto: Nicole Bölükbas

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3 thoughts on “Freibadschließung der Kosten wegen?

  1. Ja haben es ja verstanden die SPD ist sche**e und die CDU „bemüht“ sich nach besten Wissen und Gewissen auszubügeln. … Warum muss es so oft in einem so kurzen Artikel erwähnt werden?! (Und nein ich gehöre nicht der Partei an, ich bin nur ein Bürger der Stadt, welcher offen jeder Partei gegenüber ist…)

    Aber jetzt zum Thema, ich meide das Bad aus Prinzip. Zum einen halte ich das Preis/Leistungsverhältnis einfach nicht für akzeptabel, zum anderen will ich mir nicht meine Bademode vorschreiben lassen. Ich nutze extra Schwimmshorts die ich in der Umkleidekabine anziehe, um den Punkt der Hygiene zu widersprechen. Wenn das nicht anders kontrolliert werden kann brauch sich das Bad auch nicht weiter über rückläufige Zahlen zu beklagen.

    1. Hallo Tobias,
      leider klaffen zwischen der gewohnten deutschen Sprache und den Erfordernissen der SEO-Optimierung für die Suchmaschinen oft Welten.
      Das liest sich nicht immer gut formuliert, aber das Ergebnis gibt mir Recht. Fast alle Texte hier landen beispielsweise bei Google auf der ersten Seite, mindestens aber auf der 3.Seite zum SEO-optiemierten Stichwort.

      1. Da die Inhalte aber in 95% nur Menschen aus der Umgebung interessieren oder eben auch für diese entworfen sind, wäre es nicht sinnvoller die Webseite im Stadtgebiet bekannter zu machen anstatt die Energie auf irgendwelche Google-Optimierungen zu verschwenden?

        Mir ist schon klar dass diese Seite auch genutzt werden soll um Werbung zu machen, das ist ja bei der Arbeit die Sie hineinstecken auch vollkommen okay, nur der Umfang und die Art und Weise ist meiner Meinung nach zumindest in diesem Text eher destruktiv.

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