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Stadtanzeiger Herten: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Herten. Neue Bänke, Fahrradständer, eine zeitgemäße und einheitliche Gestaltung – langsam lässt sich erahnen, wie die Innenstadt nach der Fußgängerzonensanierung der Pflasterflächen aussehen wird.

Auf der oberen Ewaldstraße wurden in den letzten Wochen sechs quadratische Baumscheiben angelegt, die dank Bankauflagen auch als Sitzgelegenheit dienen. „Die Arbeiten zur Fußgängerzonensanierung gehen voran. Wenn das Wetter stabil bleibt, können wir in drei bis vier Wochen in der Ewaldstraße fertig sein“, so Projektleiter Dipl.-Ing. Rudolf Montino. 

Baumeinfassungen und einige Fahrradbügel sind zur Fußgängerzonensanierung bereits gesetzt
Durch Lieferschwierigkeiten hatten sich erste Verzögerungen ergeben: Die Betonelemente der Baumeinfassungen wurden in Süddeutschland produziert und kamen nicht pünktlich in Herten an. Deshalb hatte man die Reihenfolge der Arbeiten zur Fußgängerzonensanierung verändert, mittlerweile sind die Betonelemente aber zwischen die neu verlegten Bereiche eingepasst worden. In dieser Woche haben die Arbeiter die letzte Einfassung um die vorhandene Platane versetzt. Jetzt kann das Umfeld vor der Volksbank gepflastert werden.

Bereits stellenweise montiert sind einige Fahrradbügel. Zwölf sind für die obere Ewaldstraße, neun für die östliche Hermannstraße und zwei für die Straße Zur Kranzplatte vorgesehen. Sie bieten den Fahrradfahrern in Zukunft sichere und gut erreichbare Abstellplätze.

Neues Pflastermaterial für die Fußgängerzonensanierung ist haltbar und pflegeleicht

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Der Gesamtzustand des circa 40 Jahre alten Pflasters war sehr schlecht und die Befestigung verbraucht. Starke Unebenheiten und Absackungen sorgten dafür, dass Regenwasser nicht mehr ablaufen konnte und Wasserflächen stehen blieben. – Foto: Stadt Herten

Aber in Zukunft nach der Fußgängerzonensanierung soll die Innenstadt nicht nur einen einheitlichen und stimmigen Look haben. „Wir haben besonderes Augenmerk auf die Materialqualität gelegt“, erläutert Rudolf Montino. Die oberste Schicht der neuen Betonpflastersteine für die Hauptflächen besteht aus Natursteinedelsplittern und garantiert dadurch eine hohe Farbbeständigkeit. Ein zusätzlicher während der Produktion aufgebrachter Oberflächenschutz wird die Verschmutzung reduzieren und die Reinigung erleichtern. Aber auch die Schmuckbänder aus Natursteinmosaik entlang der Gebäudefronten sind natürlich farbbeständig.

Fußgängerzonensanierung - Stadtanzeiger Herten

Nach wie vor können Kunden alle Läden erreichen. Grüne Teppiche ‚lotsen‘ sie dabei durch den ausgeschachteten Bereich vor dem Pavillon, hin zu den Ladengeschäften. – Foto: Stadt Herten

Wichtig für den langfristigen Erhalt des Pflasters ist auch der Aufbau der Baumscheiben. Die bereits gesetzten Baumeinfassungen werden bei der Baumpflanzung mit einem innenliegenden Bewässerungssystem ausgestattet. Das schaffe optimale Bedingungen für das Baumwachstum der neuen Bäume. Eine senkrechte Wurzelsperre verhindere aber das unkontrollierte Ausbreiten der Wurzeln, erläutert Montino. Die Anpflanzung der Bäume sei für den Oktober vorgesehen.

Barrierefreiheit nach der Fußgängerzonensanierung: Taktile Elemente helfen Sehbehinderten bei der Orientierung

Projektleiter Dipl. Ing. Rudolf Montino betont: „Wir haben während der Planungsphase zur Fußgängerzonensanierung mit der Arbeitsgruppe der Behinderten das Thema Barrierefreiheit abgestimmt“. Die neue Gestaltung der oberen Ewaldstraße bindet ebenfalls taktile Elemente ein. Die Leitstreifen am Boden dienen sehbehinderten Menschen zur besseren Orientierung und sollen sie sicher durch die Innenstadt führen. In der Hermannstraße schafft man eine durchgehende Leiteinrichtung zwischen dem ZOB und dem Rathaus.

Klares Flächenkonzept zur Fußgängerzonensanierung auf der Hermannstraße

Auch die Bauarbeiten auf der östlichen Hermannstraße zwischen Tchibo und der Buchhandlung gehen voran: „Hier finden in den nächsten zwei bis drei Wochen abschließende Arbeiten statt – auch samstags. Die Ränder der Pflasterung, also der Bereich zwischen den Gebäudekanten und der Lauffläche, schließen die Arbeiter noch mit einem Mosaikpflaster, zeitgleich werden Lichtschächte angepasst. Nach wie vor können Kunden alle Läden erreichen. Grüne Teppiche „lotsen“ sie dabei durch den ausgeschachteten Bereich vor dem Pavillon, hin zu den Ladengeschäften.“

„Wenn wir hier Ende November mit der Fußgängerzonensanierung fertig sind, stehen den Händlern und der Gastronomie klare Nutzflächen zur Verfügung, das wird sehr ansprechend aussehen“, ist Rudolf Montino sicher. Schluss soll auch mit großen Pfützen sein, die sich bislang nach Regenschauern in Senken bildeten. Neue Rinnsteine führen das Wasser in Richtung Kanal. Die Arbeiten gehen weiter in der Straße „Zur Kranzplatte“. Hier erfolgt der Anschluss an die bereits vor einigen Jahren sanierte Fläche um den „Anton“.

Hintergrund:
Der Gesamtzustand des circa 40 Jahre alten Pflasters war sehr schlecht und die Befestigung verbraucht. Starke Unebenheiten und Absackungen sorgten dafür, dass Regenwasser nicht mehr ablaufen konnte und Wasserflächen stehen blieben. Für defektes Bestandspflaster oder Elemente wie Entwässerungsrinnen gab es keine Austausch-Elemente mehr.

Auch der Großteil der vorhandenen Bäume war in einem schlechten Zustand. Im Bereich der oberen Ewaldstraße waren viele Bäume durch einen Sturm geschädigt und daher entfernt worden. Ein weiteres Problem waren aus den Befestigungen herausgewachsene Baumwurzeln, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Die sanierten Flächen sollen sich auch optisch an die bereits sanierten Bereiche ZOB, Kranzplatte und Glashaus anpassen. Insgesamt erfolgt die großflächige Erneuerung der Oberfläche mit Gliederung des Straßenraumes auf ca. 4000 m².

Weitere Infos im Internet.

Titelbild: Die Ränder der Pflasterung,
also der Bereich zwischen den Gebäudekanten
und der Lauffläche, schließen die Arbeiter
mit einem Mosaikpflaster.

Foto: Stadt Herten  – Quelle

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