Stadtanzeiger Gangelt: Nachrichten aus der Gemeinde – news: genial-nah

Gangelt. Wohl auch, um bei einer möglichen Debatte zum Thema „ Gangelter Opfer des Nationalsozialismus“ nicht ins Stolpern zu gerade, hat sich der Gangelter Gemeinderat schweigend erinnernd für die Verlegung der Stolpersteine in den Gehwegen ausgesprochen.

Ein überwiegend aus Gangelter Bürgern bestehende Initiativkreis Stolpersteine hatte, dem Beispiel des Künstlers Gunter Demnig folgend, den Antrag eingebracht. Die Gangelter Bürgerinnen und Bürger und insbesondere Jugendliche und Schüler sollen nach dem Wunsch des Initiativkreises nicht einfach über die eigene Geschichte hinweggehen.

Die Stolpersteine sollen sich in unserer schnelllebigen Zeit in den Weg stellen, zum Anhalten und Hinschauen anregen, mit dem Ziel, dem Vergessen entgegenzuwirken und empathisch derer zu Gedenken, denen die Gnade der Geburt zum richtigen Zeitpunkt nicht vergönnt war. Sie sollen wohl auch die Schändung des jüdischen Friedhofs in Erinnerung halten, wo Anfang Mai 2010  ein Großteil der Gradstätten beschädigt und mehrere Grabsteine umgeworfen worden waren. Auch so etwas dürfe sich in Gangelt nicht wiederholen.

Demnig hatte sich bereits 1990 anlässlich des 50. Jahrestages der Deportation von 1000 Sinti und Roma mit den Verbrechen des Nationalsozialismus künstlerisch auseinandergesetzt. Heute sind die „Stolpersteine“ in ihrer Menge und Ausbreitung das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Titelbild: Kunstwerk aus Übach-Palenberg
Foto: Jürgen Dackweiler

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