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Euregio Maas Rhein. UM DEINEN HUND VOR EINEM GIFTKÖDER ZU SCHÜTZEN, MUSS DU AKTIV WERDEN

Leider häufen sich die Horrormeldungen ausgelegter Giftköder, die ‚Köter’ – wie manche kranke Menschen die Hunde nennen – töten sollen. Sicher mit dem Liebling Gassi zu gehen und die Runde zu drehen, kann man sich schon lange nicht mehr sein. Die Verunsicherung wächst, sind heute hier Giftköder ausgelegt? Sollen wir unsere geliebten Vierbeiner überhaupt noch irgendwo frei laufen lassen, ohne immer gleich das Schlimmste befürchten zu müssen? Ein Spaziergang ohne befürchten zu müssen, das Giftköder am Wegesrand liegen, ist kaum noch möglich. Die Anspannung wächst, jede Runde um die Häuser wird zur Qual, seit wir mitbekommen haben, wie es anderen Hunden und ihren Besitzern ergangen ist.

Auch wenn es krank ist, Giftködern auszulegen, macht es uns am Ende selbst krank vor Sorge um unseren lieben Gefährten. Was Freude und Entspannung schenken sollte, wird oft zur alltäglichen Tortur.

Damit fürsorgliche Hundebesitzer besser vorbereitet sind, gibt es nun ein Anti-Giftköder-Training. Hier können Sie nachlesen, wie man sich am besten in einer solch brenzligen Situation verhält, wie ihr eurem Hund beibringen könnt, draußen nichts zu fressen und lernt Symptome einer Vergiftung vor allem frühzeitig richtig einzuschätzen.

Dem Giftköder gemeinsam den Kampf ansagen!

Lektion 1: Dem Hund beibringen, auf Kommando den Maulinhalt auszuspucken

Man legt selbst einen Köder aus (etwas, das man nicht schnell verschlucken kann und was der Hund gerne frisst) und wartet darauf, dass der Hund sich darauf stürzt. Sobald er es im Maul hat reagiert man blitzschnell und holt es ihm mit einem Befehl wie „Pfui“ oder „Aus“ wieder heraus. Dies kann eine Weile dauern, bis es wirkt, und noch länger, bis es beim Hund ‚in Fleisch und Blut übergegangen’ ist, Aber es ist sehr effektiv und lohnt, den Hund dies beizubringen. Wenn der Hund diesen Befehl beherrscht, spuckt er das Fressen auf Befehl selbst wieder aus.

Lektion 2:  Dem Hund beibringen, Fressen vom Boden zu meiden

Wenn der Hund etwas findet, ruft man ein bekanntes, antrainiertes Kommando wie beispielsweise „Pfui“ und stellt seinen Fuß darauf. Zunächst wird der Hund sein Herrchen oder Frauchen verwundert anschauen. Doch belohnt man seinen Hund dann mit etwas Besonderem, was er sonst nie bekommt, ist die Welt des Hundes wieder voll in bester Ordnung. Wenn er dies entsprechend tief verinnerlicht hat, meidet er das Futter von allein oder zeigt seinem Halter, dass er hier etwas liegen lässt und auf die Belohnung wartet. Dann sollte man ihn wieder loben.

Lektion 3: Dem Hund beibringen, nur auf Freigabe hin das Fressen zu beginnen

Der Befehl „Nimm“ (o.Ä.) wird gelehrt, wenn man dem Hund sein Futter vorsetzt. Wenn er beginnt zu drängeln hält man in der Vorbereitung inne und macht erst weiter, wenn der Hund aufhört zu betteln. Man lässt ihn so lange nicht an das Futter heran, bis man „Nimm“ sagt. Die Wartezeit kann man Stück für Stück verlängern, bis am Ende der Hund nur noch dann auf Befehl frisst. Erst übt man dass sinnvollerweise drinnen, später auch draußen.

Giftköder auszulegen ist heimtückisch und kein Kavaliersdelikt

Lexion 4: Häufig bei der Erziehung gemachte Fehler vermeiden

Beispiel 1. Such- und Erziehungsspiele, bei denen der Hund das Futter vom Boden aufnimmt. So lernt der Hund, dass er alles, was er findet, einfach fressen darf.

Beispiel 2. An der Leine ziehen, wenn der Hund etwas gesichtet hat. Dies hat keinen Lerneffekt, sondern der Hund weiß dann, dass er es fressen kann, sobald der Halter nicht dabei ist.

Beispiel 3. Unaufmerksam sein beim Spaziergang. Ganz besondere Vorsicht ist geboten, wenn man den Hund von der Leine lässt. Wenn man ihn frei herumlaufen lässt, wird er alles fressen, was er findet und das macht die Mühe aller Übungen zunichte.

Beispiel 4. Den Hund von anderen füttern lassen. Wenn man das nicht will, sollte man dem Hund von Anfang an nicht erlauben, fremdes Futter anzunehmen.

Beispiel 5. Nicht konsequent sein; wenn man dem Hund einmal etwas erlaubt und dann wieder nicht, funktionieren die Übungen nicht.

TIPP:  Hundewiesen, wie beispielsweise die in Übach, bieten mehr Sicherheit und fördern das natürliche Sozialverhalten unserer Lieblinge. – Foto: Hartmut Urban

Titelbild: Ausgelassen tobende Hunde auf der Hundewiese,
ohne befürchten zu müssen, das Giftköder ausgelegt sind.

Foto: Hartmut Urban

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