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Stadtanzeiger Kreis Soest: Nachrichten aus dem Kreis – news: #genial-nah

Kreis Soest (kso.2015.09.25.405.-rn). Der Kreis hat eine Informationsoffensive gestartet, um Anlieger der Notunterkunft im Lippe-Berufskolleg über die Einrichtung bestmöglich zu unterrichten. 150 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zu einer Veranstaltung.

Die Informationsoffensive fand in der Lippstädter Kopernikus-Schule statt, bei der Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Christof Sommer, Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Polizeidirektor Manfred Dinter und Joachim Elliger, Fachbereichsleiter Recht und Ordnung der Stadt Lippstadt, Rede und Antwort standen.

Landrätin Eva Irrgang stellte bei der Informationsoffensive heraus, dass die Notunterkunft in Turnhallen und Zelten im Sinne der Betroffenen nur ein Provisorium und damit eine Übergangslösung für wenige Wochen sein könne und dürfe. Der Kreis sei parallel kreisweit mit Hochdruck auf der Suche nach einer Immobilie als Folgelösung. Die Verwaltung sei mit großer Personalstärke vor Ort. Auf der einen Seite werde alles für die Flüchtlinge und ihr Wohl getan. Auf der anderen Seite werde alles für einen gut funktionierenden Betrieb ohne Beeinträchtigungen der Nachbarschaft getan. Bürgermeister Christof Sommer unterstrich, dass es sich eben nicht um eine regelhafte Standardeinrichtung handele, wie sie Kommunen betrieben, und erläuterte das landesweite System der Flüchtlingsunterbringung. Kreisdirektor Dirk Lönnecke ging detailliert auf den Aufbauplan und die Abläufe in der Unterkunft ein.

Die Bürgerinnen und Bürger machten keinen Hehl aus ihren Sorgen. Sie äußerten konkrete Befürchtungen zur Sicherheit von Frauen und Kindern. Polizeidirektor Manfred Dinter wollte ausdrücklich „nicht beschwichtigen“, sah aber keinen Anlass zu übertriebenen Sorgen. Er konnte drauf verweisen, dass in der schon anderthalb Jahre andauernden Flüchtlingskrise die Zahl der Straftaten im Kreis Soest unverändert geblieben sei. Er betonte nichtsdestoweniger, dass er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wache Lippstadt angewiesen habe, verstärkt Streife am Lippe-Berufskolleg zu fahren und Präsenz zu zeigen.

Bereits am Donnerstag hatten zum Auftakt der Informationsoffensive die Anlieger ein Informationsschreiben in ihren Briefkästen gefunden. Während der Informationsveranstaltung wurde ein Flyer verteilt, der Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit Flüchtlingen und speziell rund um die Notunterkunft im Lippe-Berufskolleg bietet. Diese FAQ-Liste ist im Netz unter www.kreis-soest.de/notunterkunftzu finden. Dort gibt es auch weitere Informationen

Weitere Fragen als Erhängung zur Informationsoffensive können am Bürgertelefon 02921/30-2222 gestellt worden. Es ist am Samstag, 26. September, von 8 bis 16 Uhr besetzt. Ab Montag, 28. September, ist es zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung erreichbar.

Wer Flüchtlinge mit Sachspenden oder Betreuungsangeboten unterstützen möchte, kann sich an das Bürgertelefon wenden. Ehrenamtlichen Einsatz bzw. so genannte Zeitspenden können auch direkt auf der Online-Ehrenamtsbörse (www.kreis-soest.de/ehrenamt, Rubrik Zeitspenden, Kategorie Notunterkunft Lippe-Berufskolleg) angemeldet werden.

 

Titelbild: Bei der Informationsoffensive in der Lippstädter Kopernikus-Schule standen Landrätin Eva Irrgang, Kreisdirektor Dirk Lönnecke (l.), Bürgermeister Christof Sommer (3. v. l.), Polizeidirektor Manfred Dinter (2. v. r.) und Joachim Elliger (r.), Fachbereichsleiter Recht und Ordnung der Stadt Lippstadt, Rede und Antwort.

Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest – Quelle

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