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Stadtanzeiger Südlohn: Nachrichten aus der Gemeinde – news: #genial-nah

Südlohn. Auf einer Inklusionsveranstaltung zum Thema ‚Inklusion ist Überall‘ referiert Prof. Dr. Matthias von Salden: „Inklusion ja – aber wie?“

Im Vorfeld der Inklusionsveranstaltung gab es eine Elternbefragung mit dem großen Wunsch mehr über das Thema Inklusion zu erfahren. Aus diesem Anlass hat die Gemeinde Südlohn am vergangenen Donnerstag alle interessierten Eltern der Kinder in den Südlohner Kindertagesstätten und Schulen zu einer Inklusionsveranstaltung in die Roncalli-Hauptschule eingeladen.

Prof. Dr. Matthias von Saldern aus Lüneburg befasst sich bereits seit vielen Jahren mit diesem Thema und konnte als äußerst fundierter Experte gewonnen werden.

Inklusion ist eine Geisteshaltung und sollte nicht nur in Schulen gelebt werden. Inklusion ist überall.

„Gehen Sie beispielsweise in einen Drogeriemarkt und können auf der Rückseite einer Shampoo-Flasche nicht die Inhaltsstoffe lesen, da die Schrift zu klein ist. Die ersten Drogerieketten haben bereits Lupen an ihren Einkaufswagen befestigt um jedem Einkäufer die Möglichkeit zu bieten auch Kleingedrucktes lesen zu können“. Auch das ist Inklusion.

Doch wie sieht Inklusion an Schulen aus?

Die Basis aller Entscheidungen ist die individuelle Anpassung der Lerninhalte und –ziele.
Die Kinder sollen lernen selbstständig und kooperativ über Einschränkungen hinaus mit- und voneinander zu lernen.
„Man entwickelt sich nur, wenn jeder ein bisschen anders ist. Wären alle Menschen gleich, wäre es ja auch langweilig.“

Mit den Worten „Der Weg zu einer inklusiven Schule ist möglich, aber es gibt noch viel zu tun“ endet Prof. Dr. von Saldern.

Im Anschluss an die Inklusionsveranstaltung stellten sich die geladenen Podiumsgäste (bestehend aus Vertretern des Schulamtes beim Kreis Borken und den Schulleiter/innen der Südlohner Schulen) den Fragen, Bedenken und Wünschen der Eltern.

Unter Moderation von Bürgermeister Christian Vedder wurde rege diskutiert. Insbesondere konnte aus Sicht der Südlohner und Oedinger Schulen durch die Schulleitungen sehr anschaulich vermittelt werden, wie hier die Inklusion in der Praxis angekommen ist. Im weiteren Verlauf der sehr offenen Diskussion sind auch die Ängste und Erwartungen von Eltern und auch anwesenden Pädagogen/innen angesprochen worden.
Diese wurden ehrlich und fachkundig von den Experten beantwortet.

Rege diskutiert wurde natürlich auch die brandaktuelle Problematik der Förderschulen im Kreis Borken.
Hier konnte Frau Büning vom Bildungsbüro beim Kreis Borken aus erster Hand berichten und auch vieles an Bedenken aufnehmen und aus Sicht des Kreises Borken erläutern und klarstellen.

Als Fazit der Inklusionsveranstaltung nahmen die Eltern mit „Menschen müssen Inklusion wollen, bevor man sie zwingt es zu machen“.

Titelbild: Inklusionsveranstaltung

Foto: Gemeinde Südlohn

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