Stadtanzeiger Selfkant: Nachrichten aus der Gemeinde – news: genial-nah

SelfkantJan-Frederik Kremer hat sich vorgestellt und der Eindruck von ihm ist besser als der Ruf, der ihm vorauseilte. Sympathisch, kompetent, familiär, jung, durchsetzungsstark, freidemokratisch.

Jan-Frederik Kremer will den Selfkant umstrukturieren. Er gehört ganz offensichtlich zu der neuen FDP-Generation, die nicht nur was bewegen will, sondern auch bewegen wird. Zu präzise seine Denkansätze, zu klar ist seine Argumentation, zu stringent sein handeln. Jan-Frederik Kremer ist so, wie manche in der FDP hätten besser sein sollen und so, wie man sich einen Politiker vorstellt, der authentisch wirkt, weil er offensichtlich sich selbst verkörpert.

Nur, was will so einer mit dem Format, mit den Zukunftschancen gerade im Selfkant? Jan-Frederik Kremer kennt den Selfkant noch nicht so, wie er wirklich ist, und die, die ihn heute euphorisch unterstützen, haben offenbar nicht einmal im Ansatz eine Ahnung, wozu Jan-Frederik Kremer fähig ist. Anders ist es kaum zu erklären, dass die so unterschiedlichen Kräfte derzeit tatsächlich an einem Strang ziehen, in einer Richtung und zur gleichen Zeit.

Jan-Frederik Kremer, sollte er tatsächlich Bürgermeister im Selfkant werden, wird die Zügel in die Hand nehmen, Stück für Stück das abarbeiten, was er sich vorgenommen hat und sich gewiss nicht vor einen Karren spannen lassen, der andere Ziele verfolgt, als Jan-Frederik Kremer selbst.

Jan-Frederik Kremer lässt sich die Butter bestimmt nicht vom Brot nehmen

Jan-Frederik Kremer

Viele waren gekommen, die am Ende wohl politisch nicht so recht zusammenpassen werden. – Foto: Hartmut Urban

 

Die Vereinigte Opposition wird schon bald nach der Wahl jeder für sich die Forderungen stellen, die ‚klammheimlich‘ im Rucksack von Jan-Frederik Kremer schlummern. Die einen wollen Rache, einige wenige sind unbelehrbar von sich selbst zu sehr teamunfähig überzeugt, die anderen erhoffen sich persönlichen Bedeutungsgewinn, wieder andere wollen gar die Revolution im Selfkant. Nur die Besonnenen unter ihnen werden sich bald fragen müssen, ob es das gewesen ist, wofür alle gemeinsam gekämpft haben. Der sichere Bruch der Vereinten Opposition , soviel steht heute schon fest, ist bei den divergierenden Interessen und Charakteren vorprogrammiert.

Jan-Frederik Kremer, der kühle Rechner, scheint neben dem Plan A (Gewinn der Bürgermeisterwahl) auch einen Plan B zu haben, wonach er bei zu erwartendem guten Abschneiden deutlich oberhalb der FDP-Werte sein Wahlergebnis in seiner Vita als Erfolg vermerken kann.

Es wäre dem Selfkant und Jan-Frederik Kremer am Ende zu wünschen, das der Bürgermeisterkandidat der vereinten Opposition ein mehr als nur respektables Ergebnis einfährt und erhobenen Hauptes die Arena wieder verlassen kann. Denn anderenfalls wird er bald neue Mehrheiten im Stadtrat suchen müssen und finden, die seine Politik mittragen, die seinen Ehrgeiz gewachsen sind, mehr aus dem Selfkant zu machen, die sich führen lassen von einem begabten jungen Mann, der ganz bestimmt weiß, was er will; nämlich den Erfolg.

Sollte sich – wie zu erwarten – Erfolge mit der vereinigten Opposition nicht bewerkstelligen lassen, dann ist die geistig-politische Nähe eines wahren Liberalen neuer Prägung am Ende doch eher an der Seite der CDU in Gefolgschaft der jetzigen FDP-Ratsmitglieder zu suchen. Dies allein schon deshalb, weil die traditionell starke FDP aus dem Selfkant mit einem FDP-Bürgermeister a la Jan-Frederik Kremer wieder zum alten Glanz zurückkehren könnte, den sie bei der letzten Kommunalwahl verloren hatte.

Doch für den 29-jährigen Jan-Frederik Kremer wären die nächsten fünf Jahre bis 2020 genau die Zeit in seinem Leben, wo die wirklichen Weichen ganz nach oben gestellt werden können. Auf einem Abstellgleis als Bürgermeister vom Selfkant selbst bei ihm zuzutrauenden fantastischen lokalen Erfolgen, wäre der Posten als Bürgermeister vom Selfkant wohl kaum das ideale Sprungbrett, das zu seinen Fähigkeiten passt.

FAZIT: Jan-Frederik Kremer ist mindestens zwei Nummern zu gut für den Selfkant, aber gewiss fünf Nummern zu gut für Teile der Opposition, die auf den Schild gehoben haben, die nicht einmal einen  aufwendig gedruckten Flyer fehlerfrei zu seiner offiziellen Vorstellung im Selfkant vorlegen konnten.

Es ist Jan-Frederik Kremer also freundschaftlich ein sehr gutes Ergebnis zu wünschen, aber keinesfalls eines, dass ihn verpflichtet, im Selfkant die Bürgermeisterwürde zu tragen.

 

Titelbild: Vorstellung von Jan-Frederik Kremer im Selfkant.
Foto: Hartmut Urban

lesen Sie hier mehr zum SELFKANT

zurück zur STARTSEITE

 

__________
S T A D T A N Z E I G E R 
S E L F K A N T

bürger-nah – heimat-nah

Freifunk Übach-Palenberg