Stadtanzeiger Würselen: Neues aus dem Stadtgebiet – genial-nah

Würselen. Wanderer hatten am heutigen Morgen in einem der Angelteiche entlang der heimischen Wurm einen Kaiman im Fischteich entdeckt, dessen Kopf aus dem Wasser ragte. Eine Abart von Loch Ness jetzt auch bei uns?

Der Schock saß im ersten Moment tief, so einen Kaiman im Fischteich hatten die Wanderer, die eigentlich am frühen Morgen der heimischen Natur frönen wollten, nur wirklich nicht erwartet. Aber dann allmählich besannen sich die Wanderer aus sicherer Entfernung durch einen Zaun geschützt mit dem Handy ein Foto vom Kaiman im Fischteich zu schießen. „Das glaubt uns sonst keiner!“ Das kann eine Art Krokodile sein, wurde gerätselt.

Wo kommt der Kaiman im Fischteich her?

Mit kleinen Steinen versuchten die Wanderer den fremdartige Kaiman im Fischteich dazu zu bringen, sich zu bewegen, zumindest aber von den vermuteten Fischen im Teich abzulassen. Möglicherweise würde je der Kaimann im Fischteich am Ende mehr als nur den Kopf zu zeigen. Doch vergeblich. Das Ungetüm, das sich in unsere Breiten verirrt zu haben schien, blieb stoisch und ließ im Laufe der Zeit allerhand ‚über sich ergehen’.

So sehr sich die Zuschauer auch bemühten, alle Versuche, den Kaiman im Fischteich so sehr zu reizen, dass er Leben zeigte, blieben erfolglos.

Da keine Artgenossen vom Kaiman im Fischteich gesichtet wurden, aber die Situation sich von selbst nicht zu entspannen schien, blieb am Ende nur der Ruf nach der Polizei. Bis die eintraf wurde doch tatsächlich der Kaiman im Fischteich mit einem Kaventsmann von einem Stein derart voll getroffen, dass das gefährlich erscheinende Tier hin- und hertaumelnd versank wie einst die Titanic.

Bei zeigte sich aber das respektable Ungetüm als weniger gefährlich, als beim ersten Augenschein angenommen, denn es war aus Plastik und diente nach Recherchen der Polizei, die am Tatort nicht mehr einzugreifen hatte, dass der Besitzer des Fischteiches aus gutem Grunde den Kaiman im Fischteich platziert hatte. In der Vergangenheit hatten in seiner Abwesenheit und insbesondere seinem wohlverdienten Urlaub ungebetene Gäste an, im und um den Fischteich allerhand angestellt, was er diesmal zu vermeiden trachtete.

Wer aber nun den versunkenen Kaiman im Fischteich wieder ans Tageslicht bringt, und ob die Wanderer dem Teichbesitzer einen kleinen Obolus für den zutiefst gesteinigten Kaiman im Fischteich zahlen, weil sie ja auch jede Menge Spaß bei der Aktion zu haben schienen, entzieht sich unserer Kenntnis.

Doch schauen wir einmal 21 Jahre zurück. „Sammy“ war damals jede Menge Schlagzeiten wert. In einem Baggersee bei Dormagen war der als Haustier gehaltene Brillenkaiman, der an der Hundeleine mit seinem Herrchen zu schwimmen beliebte, diesem von der Leine gegangen und im wahrsten Sinne des Wortes ‚untergetauscht‘. Viel Mühe, tagelange Suche wie ein Medienrummel waren die Folge, bevor das Tier wieder eingefangen werden konnte.

Seither hoffen die Medien gerade in Zeiten des berüchtigten ‚Sommerlochs‘ auf eine Wiederholung. Doch diesmal war es bei aller Aufregung vor Ort am Ende nur ein Fehlalarm.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Polizei Aachen – Pressestelle –
Telefon: 0241 / 9577 – 21211 oder Fax: 0241 / 9577 – 21205

Titelbild: Ausschnitt aus einem Foto,
das Wanderer mit ihrem Handy
an heimischen Gewässern gemacht haben:
„Oh Wanderer, kommst Du zum Kaiman;
sage, Du habest ihn liegen gesehen,
wie das Gesetz es befahl!“

Foto: Wanderer (freigegeben)

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