Kolja Blacher mit Württembergischer Kammerphilharmonie

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Hamm. Bei Kolja Blacher und dem Württembergischen Kammerorchester stehen Werke von Haydn, Britten und Bernstein beim ersten Sinfoniekonzert im neuen Jahr am Sonntag, 10. Januar, um 19.30 Uhr im Kurhaus auf dem Programm.

Eine Sinfonie für „die Henne“ – das ist doch ein Witz! Ein Witz, wie ihn Joseph Haydn zu machen liebte: Seinen berühmten Humor ließ er in die Sinfonie Nr. 83 „La Poule“, „die Henne“, einfließen. Haydn schrieb sie als dritte der sechs „Pariser Sinfonien“ im Auftrag eines Pariser Grafen. Der internationale Schauplatz macht ihn offensichtlich zum intellektuellen Ironiker. Der leidenschaftliche Ausdruck des Stürmers und Drängers Haydn verschwindet, humorvolle Anspielungen im Seitenthema, für das die Sinfonie den Beinamen bekam und im „Jagd“-Finale, das das adelige Jagd-Fieber karikiert, prägen die neue Sinfonie.

Kolja Blacher und das Württembergische Kammerorchester lieben den Haydn-Humor. Sie stellen ihr Benjamin Brittens Verneigung vor seinem Lehrer Frank Bridge an die Seite, die Britten ihm mit Zuneigung und Bewunderung zuschrieb. Die Uraufführung beim Salzburg-Festival machte Britten schlagartig berühmt. Jazzig schließt Bernsteins Serenade nach Platons „Symposion“ das Programm mit fünf Sätzen nach den Rednern, die bei Platon ihr Loblied auf die Liebe singen.

Unter dem Motto „Play & Lead“ integriert sich der Berliner Ausnahme-Geiger Kolja Blacher als Solist und Orchesterleiter in die Württembergische Kammerphilharmonie und kreiert damit eine ungewöhnlich intensive Art des Musizierens.
Blacher, 1963 in Berlin geboren, bekam seinen ersten Geigenunterricht als Vierjähriger. Mit 15 gewann er den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und ging an  die Juillard School in New York. Später wechselte er nach Salzburg zu Sándor Végh. Seitdem konzertierte er weltweit, war mit den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestra di Santa Cecilia und dem Baltimore Symphony Orchestra unterwegs. Er arbeitete u. a. mit Kirill Petrenko, Vladimir Jurowski, Mariss Jansons, Matthias Pintscher und Markus Stenz. Nach einer Professur in Hamburg unterrichtet er mittlerweile an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.

Das Württembergische Kammerorchester hat sich zu einem der gefragtesten Kammerorchester weltweit entwickelt und besticht neben seiner künstlerischen Vielseitigkeit durch emotionale und sinnliche Klangkultur. Gastspiel-Höhepunkte der letzten Jahre waren die Royal Albert Hall in London und das Théâtre des Champs-Elysées in Paris sowie Tourneen durch Korea, Kambodscha und China, das Gastspiel im Tschaikowsky Konservatorium Moskau sowie das Konzert mit Frank Peter Zimmermann in Istanbul.

Titelbild:  Kolja Blacher

Foto: Stadt Hamm – Quelle

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