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Stadtanzeiger Aachen: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Aachen. Kranke und behinderte Menschen gehören zu den Verfolgten des Nationalsozialismus. Sie galten als Belastung für die deutsche, gesunde „Volksgemeinschaft“.

Bis zu 400.000 kranke und behinderte Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterili­siert, mehr als 200.000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Dies geschah inmitten der Gesellschaft, verantwortet von Psychiatern, Neurologen, Kinder- und anderen Fachärzten, von Verwaltungsfach­leuten und Pflegekräften.

Eröffnung: Freitag, 28. August 2015, um 18.00 Uhr im Krönungssaal des Aachener Rathauses

Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Irma Sperling (Mitte stehend)in Alsterdorf, 1936, Foto: Archiv der Evangelischen Anstalt Alsterdorf

Die Ausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im National­sozialis­mus“ erzählt mit zahlreichen Dokumenten und Fotos die Geschichten der Beteiligten nach und berichtet von Ausgrenzung, Zwangssterilisationen und Massenmord.

Sie beschäf­tigt sich mit Opfern, Tätern und Opponenten und fragt nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute. Zum Schluss kommen Angehörige von Opfern, Ärzte, Pflegepersonal oder auch Vertreter von Verbänden in Videointerviews zu Wort. Aus unterschiedlichen Perspektiven stellen sie sich der Frage, welche Bedeutung die Geschichte der Euthanasie im Nationalsozialismus für sie persönlich hat.

Die Wanderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ ist um regionale Tafeln ergänzt.

29. August bis 25. Oktober 2015

Centre Charlemagne
Katschhof 1
52062 Aachen

Titelbild: Irmgard Heiss, geboren 1897
in Münster, Hausfrau, stirbt 1944
an den Folgen des jahrelangen
Aufenthaltes in der Hungeranstalt
Weilmünster im Lindenhaus/ Lemgo,

Foto: Familienarchiv Stellbrink

 

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