Lotte Reimers schenkt Städtischem Museum Kunstwerke

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Braunschweig. Am Wochenende endete die Ausstellung ‚Lotte Reimers. Keramiken aus 50 Jahren‘ im Städtischen Museum Braunschweig.

Die Künstlerin war noch einmal zu Gast im Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, und verblüffte alle Anwesenden mit ihrer Abschlussrede.

Mit den einleitenden Worten: „Ich bin ja keine königliche Hoheit und benötige deshalb auch keine Grabbeigaben“, überließ sie die von ihr für die Ausstellung entliehenen 51 Kunstwerke dem Museum als Schenkung. Reimers stellt so sicher, dass das Museum Arbeiten aus ihrer gesamten 50 jährigen Schaffensperiode im Besitz hat.

Bei den 51 geschenkten Kunstwerken handelt es sich um sogenannte Gefäßkeramiken, Vasen, Töpfe, und Schalen in verschiedensten Formen. Lotte Reimers dreht ihre Gefäße nicht auf der Töpferscheibe, sondern baut sie manuell auf, so wie es auch die ersten Töpfer vor Jahrtausenden bereits machten. Jedes Stück ist mit einer individuellen Glasur versehen, deren Bestandteile der Natur entnommen sind: zermahlene Steine, Stäube, Asche von Rebstöcken oder Apfelbäumen.

Dank der Schenkung besitzt das Städtische Museum Braunschweig mit insgesamt fast 80 Keramiken eine der umfangreichsten Sammlungen von Werken von Lotte Reimers. Mit dieser Übereignung möchte die Künstlerin zugleich ihre besondere Hochachtung vor dem Lebenswerk von Walter Dexel und der von ihm begründeten Formsammlung ausdrücken, die zu den bedeutendsten Sammlungsbereichen des Museums zählt.

Titelbild: Lotte Reimers – Drei Keramische Arbeiten

Foto: Städtisches Museum, Dirk Scherer  – Quelle