Übach-Palenberg/Geilenkirchen/Gangelt. Die Nacht auf den 1. Mai könnte die Nacht der Nächte werden. Die Angebetete könnte mit einem Maibaum das entscheidende Zeichen erhalten, dass vielleicht das Leben für immer verändert.

Doch der erste Schritt ins gemeinsame Glück sollte möglichst kein Fehltritt sein. Denn es kann auch anders kommen. Statt einen stattlichen, bunten Maibaum bei der Angebeteten zu platzieren, ist in vielen Fällen leider auch ein Besuch auf der Polizeidienststelle mit allen dann leider folgenden Unannehmlichkeiten drin.

Zu kurz gedacht ist, wenn im Überschwang der Gefühle ein Maibaum illegal verwendet wird? Man stielt ja beispielsweise auch nicht der Schwiegermutter in Spe die Blumen aus dem Vorgarten, um sie der Angebeteten vor den Augen ihrer Mutter in die Hand zu drücken. In beiden Fälle kann der Schuss nach hinten losgehen.

Um den redlichen Gefühlen Rechnung zu tragen, aber gleichzeitig Konflikte mit dem Gesetz und unnötige Schäden in Vorgärten, Alleen und Wäldern zu vermeiden, bietet das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde des Landesbetriebes Wald und Holz eine Möglichkeit an, legal einen Maibaum zu erwerben. Das Fällen einer Birke ohne Zustimmung des Waldbesitzers oder Försters ist bekanntlich Sachbeschädigung und Diebstahl.

Maibaum beim Forstbetriebsbezirk Selfkant erwerben

Verliebte Jungs, die ihrer Liebsten in der Nacht zum 1. Mai eine geschmückte, frische Birke ans Haus stellen wollen, können diesen gegen einen Obulus von 10 bis 20 Euro in der Teverener Heide erwerben, Vereine und Gastwirte zahlen für große Birken 40 Euro. Der Preis, der laut Forstamt gerade die entstehenden Kosten deckt, soll verhindern, dass Maien wild geschlagen werden. Sollten Polizei- oder Forstbeamte solche Baumfrevler ertappen, werden diese konsequent zur Anzeige gebracht.

Der Forstbetriebsbezirk Selfkant gibt Maien am Mittwoch, 29. April, von 15 bis 19 Uhr in der Teverener Heide ab. Vom Wanderparkplatz bei Geilenkirchen-Grotenrath führen Schilder in den Wald bis zum Treffpunkt. Die Maien werden von Forstwirten auf Länge gesägt. Eine eigene Säge ist nicht gestattet.

Foto: Hartmut Urban

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