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Geilenkirchen. Die Maler von Quimperlé sollten im Haus Basten zu sehen sein, doch die Vernissage fand bei bestem Wetter unter freiem Himmel vor der Begegnungsstätte statt.

Maler von Quimperlé - eine Ausstellung im Haus Basten

Bürgermeister Thomas Fiedler eröffnet die franz. Vernissage ‚Maler von Quimperlé – eine Ausstellung im Haus Basten‘. – Foto: Hartmut Urban

Vernissage auf der Straße mit einer echt französischen Wohnzimmeratmosphäre

Vor Haus Basten bis zum Gänsebrunnen war französische Wohnzimmeratmosphäre angesagt. Akkordeonspieler und Chansonsänger Lothar Meunier aus Wülfarth sorgte musikalisch für jene typisch französische Atmosphäre auf den Platz, die Manchem das Herz höher schlagen ließ. ‚Vive la France!’ – Leben wie Gott in Frankreich. Ein Traum, der bei französischem Wein, Crepes, Cidre einen Moment Wirklichkeit werden ließ, denn auch das Ambiente mit zwei Citroën 2 CV und entsprechender Dekoration stimmte, um ein Flair passend zur Ausstellung der Maler von Quimperlé aufkommen ließ, das es sonst in der Weise kaum in Deutschland gibt.

Maler von Quimperlé - eine Ausstellung im Haus Basten

Es hatte schon was, wenn der Akkordeonspieler und Chansonsänger Lothar Meunier aus Wülfarth zufällig vor SCHMITZ für Hörgeräteakustik und Gehörschutz musizierte. – Foto: Hartmut Urban

Jean-Pierre Moing und Yves Le Brun waren extra aus der Geilenkirchener Partnerstadt Quimperlé angereist, die im Mittelpunkt der Betrachtungen der Maler von Quimperlé stehen sollte, um mit Bombarde und Dudelsack die Bretagne in ihrer Eigenart akustisch ein wenig Geltung zu verschaffen.

Aber alles hatte offenbar, wie sich im Laufe der Rede von Frau Dr. Dagmar Preising vom Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen zur Ausstellungseröffnung, die Maler von Quimperlé, herausstellen sollte, einen tieferen Sinn. Die ausgestellten französischen Maler, die uno sono mit dem Pinsel Quimperlé und Umgebung als „paradiesische und idyllische Landschaft“ in einer Klangfarbigkeit darstellten, waren keine Stubenhocker, sondern diese Maler von Quimperlé trieben sich unter freiem Himmel herum. So wurde schnell klar, dass eine Ausstellung vorwiegend Impressionistischer Maler von Quimperlé auch einiger Impressionen bedurfte, die ein Stück Frankreich vor dem Haus Basten sollte entstehen lassen.

Maler von Quimperlé

Frau Dr. Dagmar Preising vom Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen hielt eine ebenso fachkundige, wie verständliche Eröffnungsrede, die die Besucher in Stand setzte, den ausgestellten Bildern sehr viel mehr als entgegenzubringen und aus ihnen zu erfahren. – Foto: Hartmut Urban

In der Galerie Haus Basten waren dann impressionistische Meisterwerke französischer Maler von Quimperlé zu sehen. Sie ließen sich von der Schönheit jener Gegend in und um Quimperlé inspirieren und gaben ihren starken Gefühlen künstlerischen Ausdruck. Die Ausstellung, die in das „Fest der Begegnung“ der Kreissparkasse Heinsberg aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Sparkassenstiftung eingebettet ist, steht unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments.

Maler von Quimperlé

Der Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzender Thomas Pennartz und der Vorsitzende vom Partnerschaftsverein mit Quimperlé, Willy Davids tauschten sich bei französischem Wein und allerlei landestypische Leckereien aus. – Foto: Hartmut Urban

Der Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzende, Thomas Pennartz, wohnte der Eröffnung der Ausstellung der Maler von Quimperlé sichtlich gut gelaunt bei, zu der weit über 100 Interessierte gekommen waren. Sie alle waren offensichtlich der deutsch-französischen Freundschaft sehr wohl gesonnenen und schwelgten beim Klang französischer Musik offenbar teilweise in schönsten Erinnerungen.

Maler von Quimperlé

Zur Seite standen Willy Davids vom Partnerschaftsverein, der für Speis und Trank gesorgt hatte, die stets freundliche Bedienung. – Foto: Hartmut Urban

Die Trikolore über dem Eingang zeigte deutlich, worum es ging – um Frankreich eben! Und Bürgermeister Thomas Fiedler stellte zu Beginn seiner Begrüßungsansprache zur Ausstellung die Maler von Quimperlé die Kulturbeauftragte der Stadt Quimperlé, Morgan Toulgoat in der Runde der Zuhörer vor. Der Bürgermeister dankte dem Partnerschaftsverein mit Willy Davids an der Spitze, der an diesem Abend die typisch französische Beköstigung der Gäste übernommen hatte.

Maler von Quimperlé

Über die einzelnen Werke der Ausstellung wurde sich dann im Haus Basten angeregt ausgetauscht. – Foto: Hartmut Urban

Der pittoreske Ort Quimperlé habe neben bretonischen Künstler auch viele Pariser zu zahlreichen Bildern inspiriert, die allesamt als Maler von Quimperlé beeindruckende Spuren auf der Leinwand hinterlassen haben. „Die Bilder sind Ausschnitte aus Raum und Zeit“, sagte Preising und dienten nicht der Belehrung, weisen keinen moralischen Zeigefinger auf. Also letztlich L’art pour l’art in Reinkultur. Die Natur sprach zu den Künstlern und nicht die Künstler zu den Zeitgenossen. Der Betrachter wird gleichsam in das jeweilige impressionistische Bild hineingezogen, in dem der Schein der Landschaft vom Künstler wiedergegeben wurde. Es wurde hier nicht wie beispielsweise im Expressionismus eine neue Welt erschaffen. Paul Klee bekannte einmal zu dem schwer verständlichen Expressionismus ernüchtert: „Uns trägt kein Volk!“ Dem gegenüber ist der Impressionismus, wie bei die Maler von Quimperlé gut zu sehen, allgemein sehr gut eingängig, weil der Bertachter nur das auf sich wirken zu lassen braucht, was er selber klar und deutlich sieht.

Maler von Quimperlé

Eines der Werke aus der Ausstellung. – Foto: Hartmut Urban

Dass diese Art der Landschaftsmalerei unter freiem Himmel möglich geworden war, verdankten die Künstler der Erfindung von Farbtuben, die statt des zuvor verwendeten Farbpulvers auch bei Wind und Wetter vor Ort gemischt auf die Leinwand aufgetragen werden konnte.

Maler von Quimperlé

Hier ein zweites Beispiel der insgesamt 26 impressionistischen Werke der Ausstellung. – Foto: Hartmut Urban

Die meisten der ausgestellten 26 impressionistischen Werke von 21 Künstlern stammten vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist bis einschließlich 12. Juli dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Titelbild: Jean-Pierre Moing und Yves Le Brun
waren extra aus der Geilenkirchener
Partnerstadt Quimperlé angereist,
die im Mittelpunkt der Betrachtungen
der Maler von Quimperlé stehen sollte,
um mit Bombarde und Dudelsack die Bretagne
in ihrer Eigenart akustisch ein wenig
Geltung zu verschaffen.

Foto: Hartmut Urban

 

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