Münsterlandkarte wird im Kreis Borken eingeführt - genial

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Kreis Borken. Die sogenannte Münsterlandkarte wird im Kreis Borken eingeführt, um den Zugang zu den Leistungen für die berechtigten Kinder und Eltern zu vereinfachen.

Seit 2011 wird das Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder und Jugendliche aus Familien, die Sozialleistungen, einen Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten, im Kreis Borken umgesetzt. Über dieses Paket werden beispielswiese gemeinschaftliche Mittagsverpflegung, eintägige Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten, Lernförderung oder Schülerbeförderung unterstützt. Bisher werden die Leistungen überwiegend in Form von Gutscheinen oder Direktzahlungen an die Anbieter gewährt. Um den Zugang zu den Leistungen für die berechtigten Kinder und Eltern noch einfacher zu gestalten, können die Städte und Gemeinden im Kreis Borken gemeinsam mit der Kreisverwaltung im Laufe des Jahres nun schrittweise die „Münsterlandkarte“ einführen. Mit dieser Karte können die berechtigten Kinder bei den Anbietern ganz einfach und unbürokratisch die Leistungen in Anspruch nehmen.

Mit der „Münsterlandkarte“ wird auch für die Leistungsanbieter die Abrechnung sehr vereinfacht. Letztlich profitieren auch die Städte und Gemeinden im Kreis von einem deutlich verringerten Aufwand für die bisher sehr aufwendige Abrechnung der Leistungen. „Die Münsterlandkarte wird im Rahmen einer gemeinsamen Initiative bereits in den Kreisen Steinfurt und Warendorf sowie der Stadt Münster eingesetzt“, berichtet Jürgen Ahlte vom Fachbereich Soziales der Kreisverwaltung Borken, dort verantwortlich für das gemeinsame Projekt von Kreis, Städten und Gemeinden. „Die dortigen Erfahrungen sind sehr positiv.“

Den Startschuss macht als Pilotanwender die Stadt Borken. Dort wird die Karte zum 1. April 2016 eingeführt. Die Entscheidung, ob sie die Münsterlandkarte einführen, liegt bei den Städten und Gemeinden selbst. Die interessierten Kommunen folgen schrittweise in den nächsten Monaten.

Die Münsterlandkarte wird durch die Ortsbehörden direkt an leistungsberechtigte Kinder und Jugendliche ausgehändigt und mit einem virtuellen Guthaben aufgeladen. Berechtigt sind Kinder und Jugendliche aus Familien im Leistungsbezug nach dem SGB II, SGB XII, AsylbLG und aus Familien, die Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten. Die „Bezahlung“ der Leistungen beim Anbieter erfolgt mit Hilfe der Karte. Genutzt wird das System für die Abrechnung von eintägigen Ausflügen und mehrtägigen Klassenfahrten, gemeinschaftlicher Mittagsverpflegung sowie Leistungen der sozialen und kulturellen Teilhabe.

Titelbild: Die Münsterlandkarte

Foto: Kreis Borken – Quelle

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