Naturnaher Verlauf des Ketteler Bachs - genial-nah.de

Stadtanzeiger Kreis Borken: Nachrichten aus dem Kreis – news: #genial-nah

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Stadtanzeiger Stadt Rhede: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Kreis Borken /  Rhede. Ein naturnaher Verlauf des Ketteler Bachs verbessert dessen Zustand und entspricht einer ökologischen Aufwertung im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Der ökologische Zustand des Ketteler Bachs in Rhede soll sich verbessern – deswegen hat der Wasser- und Bodenverband Rheder Bach, der für die Unterhaltung des Gewässers zuständig ist, nun vor dem Hintergrund der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie mehrere Maßnahmen, wie beispielsweise ein naturnaher Verlauf, realisiert. Die Fläche wurde vom St. Agnes-Hospital kostenlos zur Verfügung gestellt. So wurden nun am Oberlauf des Ketteler Baches in Vardingholt die Arbeiten für eine ökologische Verbesserung abgeschlossen.

Der Ketteler Bach wurde seinerzeit im Rahmen der Flurbereinigung ausgebaut und begradigt, ein relativ naturnaher Verlauf ist aber noch in Teilen vorhanden. Ziel der nun verwirklichten Maßnahme ist es, die Struktur des Gewässers zu verbessern, um die Ansiedlung von fließgewässertypischen Organismen wie Fischen und Fischnährtieren, dem sog. Makrozoobenthos, zu begünstigen. Zudem soll der Austausch zwischen vorhandenen naturnäheren Bereichen ermöglicht bzw. verbessert werden. Abschnittsweise ist der Bachverlauf aufgeweitet und das Ufer abgeflacht worden. Zudem wurde die Struktur der Flusssohle und des Uferbeichs verbessert und an verschiedenen Stellen des Baches wurden Wurzeln und Stämme, sogenanntes Totholz, eingebaut, um den Ketteler Bach zu einem besseren Lebensraum zu machen. Ohne solche Strukturelemente sind Fische in ausgebauten Fließgewässern ihren Fressfeinden schutzlos ausgeliefert. Totholz liefert Nahrungsgrundlage, Fluchtplatz und Unterstand, vor allem für Jungfische. Die Maßnahme wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Wasser-und Bodenverbände geplant und vorbereitet und mit Mitteln des Landes NRW und des Kreises Borken gefördert. Nach Abschluss der Maßnahme fiel das Fazit aller Beteiligten positiv aus: „Das ist eine rundum gelungene Maßnahme, an der viele Projektbeteiligte engagiert mitgewirkt haben“, sagte Friedel Wielers von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Borken. „Die Veränderungen werden sicher schon bald positive Effekte auf die Tier- und Pflanzenwelt aufweisen.“
Zum Hintergrund: Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie wird das Ziel verfolgt, den Zustand der Gewässer zu verbessern. Da hilft ein naturnaher Verlauf. So sollen sie möglichst naturnah fließen und Fischen ebenso wie Krebsen oder Fischnährtieren einen passenden Lebensraum bieten. Fische sollen zudem wieder ungehindert von der Mündung bis ins Quellgebiet gelangen können. Der Kreis Borken arbeitet gemeinsam mit Kommunen, Wasser- und Bodenverbänden, Landwirtschaft, Anglern und Naturschützern an dieser Aufgabenstellung. 2012 ist ein Umsetzungsfahrplan für den Kreis Borken veröffentlicht worden. Einzelne Projekte sind bereits realisiert, bis 2025 sollen alle Projekte abgeschlossen sein.

Titelbild: Alle Beteiligten sehen sich nach Abschluss
der Arbeiten am Ketteler Bach das Resultat an.

Foto: Kreis Borken – Quelle

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