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Stadtanzeiger Aachen: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Aachen. Heute hat Sabine Völlig ein Möbelstück zum Recyclinghof Kellershaustrasse in Eilendorf gebracht. Bei einem Umzug war es kaputt gegangen. Mit einem lauten „Rumms“ landet das Regal im Container. Zumindest das, was davon noch übrig war.

Und wo sie gerade da war, hat sie auch noch einige Kartons auf dem Recyclinghof entsorgt. „Ich muss wieder los“, sagt sie und hebt kurz die Hand. So wie Sabine Völling machen es tausende Aachener in der Woche: Wertstoffe zum Recyclinghof Kellershaustrasse bringen. Und was ist die Folge:

  • Zahl der Besucher ist um 13 Prozent gestiegen
  • Deutliche Zunahme im Bereich Papier und Grünschnitt
  • Wilder Sperrmüll geht merklich zurück

Vor einem Jahr ist die Einrichtung in Eilendorf unter Federführung des Aachener Stadtbetriebs eröffnet worden. Seitdem steigen die Besucherzahlen stetig an – und damit auch die Mengen. Wurden im 1. Halbjahr 2014 auf dem ehemaligen Recyclinghof noch 3100 Tonnen Wertstoffe abgegeben, belief sich die Zahl im Vergleichszeitraum des 1. Halbjahres 2015 bereits auf 3500 Tonnen, was einer Steigerung von 12,9 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 2015 bis einschließlich Oktober bereits 6455,65 Tonnen Wertstoffe auf dem Recyclinghof Kellershaustraße gesammelt.

 

Deutlich steigende Zahlen bei Grünschnitt und Papier dank Recyclinghof Kellershaustrasse

Ob Altmetall, Glas oder Bauschutt: Auf dem neuen Recyclinghof, der etwa über die sechsfache Größe des ehemaligen Hofs in Eilendorf verfügt, werden verschiedenste Wertstoffe angenommen – mit Ausnahme des Restmülls. „Der gehört in die normale Abfalltonne“, erklärt Anne Janotta, Abfallberaterin des Aachener Stadtbetriebs. Am häufigsten abgegeben werden Papier, Grünschnitt und Sperrgut. 2014 waren 665 Tonnen Papier abgegeben worden, 2015 sind es bis einschließlich Oktober bereits 920 Tonnen. Auch im Grünschnitt zeigt sich die Zunahme deutlich: 2014 waren es noch 395 Tonnen, während in diesem Jahr bereits 735 Tonnen gesammelt wurden.

 

Wilder Sperrmüll geht durch den Recyclinghof Kellershaustrasse merklich zurück

Positive Auswirkungen zeigt der Recyclinghof auch beim Sperrmüll. Während die Zahlen für Wilden Restmüll etwa gleich bleiben (2014 1800 Tonnen und 2015 (Januar bis einschließlich September) 1400 Tonnen) ist das Wilde Sperrgut merklich zurückgegangen. „Hier macht sich die gute Annahme am Recyclinghof deutlich bemerkbar“, sagt Heinz-Willi Clairding, stellvertretender Bereichsleiter Abfallwirtschaft des Stadtbetriebs. Insgesamt wurden von Januar bis Oktober dieses Jahres 870 Tonnen Sperrmüll auf dem Hof gesammelt.

Sechs Mitarbeiter sind stets auf dem kundenfreundlichen, modernen Recyclinghof im Einsatz – an besucherstarken Tagen wie montags und samstags sogar sieben. Sie beantworten Fragen, helfen bei der Entsorgung und achten darauf, dass die Wertstoffe auch in den Containern landen, in die sie gehören. Besonderes Augenmerk haben sie auf den Bereich Holz und Sperrmüll. „Da fällt es den Kunden häufig schwer, den Unterschied zu erkennen“, erläutert Anne Janotta. Langweilig wird es den Mitarbeitern also nicht – auch, weil der überdachte Recyclinghof sehr gut angenommen wird. Eine Kundenzählung 2015 ergab 4029 Besucher pro Woche, das entspricht im Schnitt 811 Besucher täglich und 147 Kunden in der Stunde. 2011 waren 3562 Kunden wöchentlich gezählt worden.

 

Optimierung zeigt sich auch in sinkenden Containertransporten

Durch die Optimierung der Abfuhrlogistik auf dem Recyclinghof gibt es auch weniger Containertransporte. Waren im 1. Halbjahr 2014 auf den beiden ehemaligen Höfen noch 952 Abtransporte notwendig, verringerte sich die Zahl im Vergleich zum 1. Halbjahr 2015 auf 787. Das entspricht einem Rückgang von 17,3 Prozent. Der Rückgang der Abtransporte erklärt sich unter anderem dadurch, dass Container nun von oben befüllt werden, wodurch das Fassungsvolumen besser genutzt wird. Hinzu kommt, dass eine solche Befüllung kundenfreundlicher und rückenschonender ist.

Davon profitieren auch vier jungen Männer, die Laub gesammelt haben. Mit dem Wagen in die Halle gefahren, leeren sie nun die Tüten in den Grünschnittcontainer. „Klappt super“, sagen sie. Innerhalb kürzester Zeit ist alles erledigt und sie machen sich wieder auf den Weg. Der nächste Kunde wartet schon.

Der Recyclinghof Kellershaustrasse 10, ist montags bis freitags von 8.30 bis 18 Uhr und samstags von 8.30 bis 14 Uhr geöffnet. Angenommen werden Materialien in haushaltsüblichen Mengen und nur von Bürgern der Stadt Aachen. Die Nutzung des Angebots ist kostenfrei.

 

Titelbild: Haben den Recyclinghof
Kellershaustrasse
 mit konzipiert:
Anne Janotta, Heinz-Willi Clairding
und Manuela Staaks vom Bereich
Abfallwirtschaft des Aachener
Stadtbetriebs.

Foto: Stadt Aachen

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