Geilenkirchen. Der noch amtierende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes  hatte seiner Partei ein denkbar schlechtes Urteil als Abschiedsgeschenk attestiert. Er vermisse „ Loyalität, Wertschätzung und Verlässlichkeit“, so der scheidende Parteichef Manfred Schumacher, der auf eine erneute Wahl zum Vorsitzenden bereits im Februar demonstrativ verzichtet hatte.

Anlass für diese Entscheidung waren „Vorkommnisse“ im Vorfeld und bei der Wahl des Bürgermeisterkandidaten. Allzu viele seiner bisherigen Weggefährten trugen einen Dolch im Gewande und stürzten mit der Wahl des parteilosen Ronnie Goertz zum offiziellen Bürgermeisterkandidaten der CDU-Geilenkirchen die Partei in eine tiefe Krise. Inwieweit sie sich bis zum tatsächlichen Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters von Geilenkirchen davon erholen wird, bleibt abzuwarten. Die innerparteilichen Gräben sind tief und Vertrauen lässt sich nicht verordnen. Hinzu kommt, dass heute keiner verlässlich vorhersagen kann, wie sich dieses öffentlich zur Schau getragene Theater auf das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger auswirken wird.

Zwischenzeitlich hat sich der geschäftsführenden CDU-Stadtverbandsvorstand wohl dahingehend gefangen, dass wenigstens die Frage der neuen Führung geklärt zu sein schein. Hier wurde gleich in zweifacher Weise ein Zeichen gesetzt: Es soll offenbar niemand aus dem Kerngebiet der Stadt Geilenkirchen werden, und zudem zum ersten Mal eine Frau.

Seither steht Grotenrath im Fokus, das eher an dem Ortsteil Scherpenseel der Stadt Übach-Palenberg liegt als am Zentrum. Die Peripherie soll es richten. Auf dem Land in dem knapp über 800 Seelen-Dorf scheint die Welt CDU- Geilenkirchen noch in Ordnung.

Doch vermeidlich „gewählte Idylle“ trügt. Denn wer glaubt, die Ortsvorsteherin von Grotenrath  `Resi` Hensen sei als Interimslösung gerade gut genug, der wird sich in der Powerfrau täuschen. Wenn sie erste einmal am 16. April bei Werden-Pongs in Immendorf gewählt ist, wird sie wie Angela Merkel die Zügel in die Hand nehmen und gewiss Stück für Stück straffer ziehen.

`Resi` Hensen wird antreten

Auf die Frage, ob `Resi` Hensen steht für Loyalität und Verlässlichkeit wirklich antreten wolle, antwortete sie: „Man hat mich gefragt, ich war überrascht und habe lange darüber nachgedacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, zu kandidieren.“ Sie habe zwar „großen Respekt vor dieser neuen Aufgabe“, aber sie freue sich auf die vor ihr liegende neue Herausforderung. Offenbar steht der gesamte CDU-Parteivorstand, einschließlich Manfred Schumacher hinter ihr.

 Foto: Jürgen Dackweiler

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One thought on “„Resi“ Hensen steht für Loyalität und Verlässlichkeit

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