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Kreis Borken.  Bürgerinnen und Bürger sowie Einsatzkräfte der Notfallversorgung aus dem Gebiet der EUREGIO können sich ab sofort mit ihren Erfahrungen und Fragen zur grenzüberschreitenden – deutsch-niederländischen – Notfallversorgung an das Webportal ‚Rettung ohne Grenzen‘ wenden.

Auf das Webportal ‚Rettung ohne Grenzen‚ weisen jetzt Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker, Kreisordnungsdezernent Dr. Hermann Paßlick sowie Heribert Volmering als Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung hin. Sie hoffen, dass viele dieses Internetangebot nutzen und so mithelfen, die Notfallversorgung im direkten Grenzgebiet weiter zu verbessern. In dem Portal  ‚Rettung ohne Grenzen‘ gibt es zudem viele weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema.

‚Rettung ohne Grenzen‘ ist laut Landrat Dr. Zwicker eine Initiative im Rahmen des INTERREG-Projektes „PREpare“. Sie hat das Ziel, die Notfallversorgung in der Grenzregion zu optimieren. Dabei sollen vor allem auch Hinweise aus der Bevölkerung darüber gesammelt werden, was gut und was weniger gut läuft. Bei dem Projekt arbeiten unter dem „Dach“ der EUREGIO mit Sitz in Gronau deutsche und niederländische Institutionen zusammen, die für die Notfallversorgung zuständig sind. Auf deutscher Seite sind dies der Kreis Borken und der Landkreis Grafschaft Bentheim sowie die Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie Bocholt.

Von besonderer Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger in der deutsch-niederländischen Grenzregion sei die neue Website auch deshalb, weil sich dort viele Infos über die grenzüberschreitenden Möglichkeiten in der Notfallversorgung finden, betont der Landrat. „Was kann ich auf der anderen Seite der Grenze erwarten, was muss ich wissen?“ konkretisiert PREpare-Projektleiter Cees Schenkeveld das Informationsangebot. Dass Engpässe in der Notfallversorgung an der einen Seite der Grenze durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem Nachbarland gelöst werden können, wird aus einem aktuellen Beispiel ersichtlich: Kinder aus Gronau können inzwischen auch im Medisch Spectrum Twente (MST) in Enschede behandelt werden. Das MST ist von dort aus schneller zu erreichen als deutsche Krankenhäuser mit einer Kinderstation. Dr. Anne Jonge Poerink, Kinderärztin im MST, zieht nach dem ersten Jahr der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Bilanz: „Im vergangenen Jahr haben wir rund 80 Kinder aus Gronau aufnehmen können. Die Resonanz der Eltern war durchweg positiv, allerdings gab es manchmal sprachliche Barrieren. Die wollen wir zum Beispiel mit Sprachkursen für unser Personal beheben.“ Conny Weyck, deren Kind im letzten Jahr im MST behandelt wurde, stellt fest: „Wir haben uns im MST sehr gut aufgehoben gefühlt“.

Das Projekt „PREpare“ wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die Provincies Gelderland und Overijssel, die Staatskanzlei Niedersachsen, das Wirtschaftsminsterium NRW, das Ministerie van Veiligheid en Justitie und die Krankenversicherung Menzis finanziell unterstützt.

Titelbild: (v.r.n.l.) Landrat Dr. Kai Zwicker, Kreisordnungsdezernent
Dr. Hermann Paßlick sowie Heribert Volmering als Leiter des Fachbereichs
Sicherheit und Ordnung des Kreises weisen auf die Internet-Plattform
‚Rettung ohne Grenzen‘ hin.

Foto: Kreis Borken – Quelle

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