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Stadtanzeiger StädteRegion: Nachrichten aus der Region. – news: #genial-nah

StädteRegion Aachen. Sexuelle Nötigung, oder wie es im Amtsdeutsch heißt, ‚Erpressung auf sexueller Grundlage‘,  ist ein Delikt, das sich derzeit in der Region erkennbar häuft. Seit ein paar Wochen registrieren die Ermittler eine Häufung einer manchmal eher skurrilen Straftat. Die Aachener Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Masche, für eine sexuelle Nötigung selbst die Grundlagen zu schaffen.

Ein junger Mann aus Aachen wurde jetzt Opfer einer solchen Erpressung. Die sexuelle Nötigung bestand darin, dass er 500 Euro  auf ein Konto in der Elfenbeinküste einzuzahlen hätte. Täte er dies nicht, wolle man von ihm Nacktaufnahmen in sozialen Netzwerken oder Internetplattformen veröffentlichen. Die sexuelle Nötigung schrecke auch nicht davor zurück, Filmmaterial, das ihn onanierend vor der Kamera zeige, seinem Chef zu schicken. Verzweifelt ging der Mann zur Polizei und erstattete Anzeige. Die nun folgerichtig ermittelt.

Natürlich steht die Frage im Raum, wie konnte es überhaupt soweit kommen? Und in diese Richtung geht auch die Warnung der Polizei, sexuelle Nötigung kann jeden ereilen, der gutgläubig und blind vor Liebe ist. Der junge Mann hat sich also mitreißen lassen. Er hatte im Netz gechattet, wie Zigtausende andere auch, mit vielen Nutzern und Nutzerinnen. Mit einer „Pia“ (Name wurde geändert) sprach er zunächst über scheinbar belanglose Sachen, wie Personalien, Beruf, Arbeitsstelle u.s.w, über den tristen Alltag eben. Man fand sich sympathisch und er schaltete die webcam ein, um sich beim chatten schließlich auch gegenseitig sehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt fand man sich auch noch richtig nett. Im Endeffekt sogar so nett, dass beide sich vor der Kamera auszogen. Letztendlich wurde die Lust wohl einseitig soweit gesteigert, dass der junge Mann gar vor der Kamera onanierte.

Gerade fertig, eröffnete ihm „Pia“, dass sie dies alles gefilmt habe. Die sexuelle Nötigung nahm ihren bekannten Verlauf. Sie werde dieses kleine, obszöne Filmchen ins Internet stellen, wenn er nicht auf der Stelle 500 Euro überweise. Sollte er die Summe nicht zahlen, werde der Film auch an seinen Chef geschickt. Die Personaldaten waren ja durch den vorangegangenen Chat „Pia“ hinlänglich bekannt.

Der junge Mann löschte darauf hin alle seine Accounts. Erste Ermittlungen ergaben, dass „Pia“ wahrscheinlich von den USA oder der der Elfenbeinküste aus „arbeitet“. Die Aachener Polizei geht davon aus, dass sich viele Opfer schämen und es folgerichtig eine hohe Dunkelziffer bei diesem Delikt gibt. Die Ordnungshüter warnen noch einmal ausdrücklich davor, persönliche Daten, geschweige denn Intimitäten ins Netz zu stellen, die geeignet sind, eine sexuelle Nötigung zu versuchen.

Rückfragen und Hinweise bitte an:
Polizei Aachen
– Pressestelle –

Telefon: 0241 / 9577 – 21211
Fax: 0241 / 9577 – 21205

 

Titelbild: Symbolfoto der Polizei zur Recherche im Internet

Foto: polizei-beratung

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