Was will die Lokalredaktion Geilenkirchen ihren Lesern vermitteln, wenn sie titelt: „Die vier Westzipfler stauben eine knappe Million ab“?

Wiktionary nennt umgangssprachlich ‚abstauben’: sich etwas unverdient, auf unlautere Weise aneignen. Dem Duden ist hierzu zu entnehmen: „sich auf nicht ganz korrekte Weise aneignen, irgendwo unbemerkt mitnehmen“.

Der informative Artikel selbst von Dettmar Fischer zeigt auf, dass Gangelt, Heinsberg, Selfkant und Waldfeucht im Rahmen der Förderrichtlinie Stadterneuerung 2008 aus Landes- und Bundesmitteln Geld erhalten, weil sie als Schicksalsgemeinschaft interkommunal überzeugend ihr Konzept zum interkommunalen Quartiermanagement und zu einer interkommunalen Bauberatung vorgelegt hatten. Das verdient m.E. Respekt und kommt letztlich den Bürgerinnen und Bürgern der vier Kommunen zugute.

Die Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Köln, Gisela Walsken, die laut Dettmar Fischer persönlich den Bewilligungsbescheid überreichte, hätte sich ganz sicher nicht dazu hergegeben, eine „unverdient, auf unlautere Weise angeeignete“ knappe Million den vier Kommunen zukommen zu lassen.

Die vier Bürgermeister, Herbert Corsten, Wolfgang Dieder, Bernhardt Tholen und Heinz-Josef Schrammen substanzlos im Titel als Abstauber hinzustellen, halte ich journalistisch für unseriös.

Wie bereits bei dem freigesprochenen Asylanten aus Übach-Palenberg, der im Titel zu einem ebenfalls informativen Artikel von der Lokalredaktion Geilenkirchen zum Mörder abgestempelt worden war, klafft auch hier zwischen Artikel und seinem Titel m.E. eine gewaltige Kluft.

Wer verfasst in der Lokalredaktion Geilenkirchen eigentlich die Titel und warum macht er das so?

 

von Hartmut Urban

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