Sozialführerschein für Borkener Schüler/innen - genial-nah

Stadtanzeiger Kreis Borken: Nachrichten aus dem Kreis – news: #genial-nah

Sozialführerschein für Borkener Schüler/innen - genial-nah

Stadtanzeiger Stadt Borken: Nachrichten aus der Stadt – news: #genial-nah

Kreis Borken / Borken. Zehn Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Remigianum haben jetzt ihren Sozialführerschein überreicht bekommen. Sie haben am Projekt des Netzwerks „Freiwillig Engagiert“ im Kreis Borken teilgenommen, das nun zum zweiten Mal im Kreisgebiet durchgeführt wurde.

Ziel des Projektes ist es, soziale Kompetenzen zu fördern, zur Berufsorientierung von jungen Menschen beizutragen und sie für ehrenamtliches Engagement zu interessieren. Als Netzwerkmitglieder setzten die Lebenshilfe Borken, der Benediktushof Maria-Veen sowie der Caritasverband Borken das Projekt mit den Borkener Schülerinnen und Schülern um. Das Fazit fiel bei der Zertifikatsübergabe nun durchweg positiv aus – die Folge: Der „Sozialführerschein“ soll an der Borkener Schule nochmal angeboten werden.

Im Rahmen des Projekts, das am Gymnasium Lehrer Patrick Hülsmann und Schulseelsorger Norbert Terliesner begleiteten, waren die Schülerinnen und Schüler an mehreren Nachmittagen in sozialen Einrichtungen im Einsatz. Dort konnten sie in den Berufsalltag hineinschnuppern und die Lebenswelten der Menschen dort kennenlernen. Unter Anleitung gestalteten die Jugendlichen selbst kleinere Aktivitäten und Unternehmungen. Darüber hinaus erhielten sie in der vorgelagerten Theorie-Einheit Informationen zu bürgerschaftlichem Engagement, pädagogischer Arbeit und beruflichen Perspektiven im sozialen Bereich.

Die Einsatzorte der Schülerinnen und Schüler waren vielfältig: In der Flüchtlingsarbeit, im Seniorenhaus im Josefzentrum, im Benediktushof Maria-Veen oder in der Offenen Ganztagsschule der Grundschulen in Borken-Weseke und Borken-Gemen engagierten sie sich, arbeiteten beim Reha-Sport und im „Ambulant Unterstützten Wohnen“ der Lebenshilfe mit.

Das Fazit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer fiel positiv aus: „Ich war im Josefzentrum und habe dort gemeinsam mit den Senioren gespielt, mich mit ihnen unterhalten und an einem Nachmittag haben wir Waffeln gebacken“, berichtete Marc Lampe. „Das war eine sehr gute neue Erfahrung – man stellt sich das vorher ganz anders vor. Es hat mir echt Spaß gemacht“, freute sich der 17-Jährige. Johanna Hüging arbeitete im Freizeitbereich am Benediktushof in Maria-Veen und berichtete ebenfalls von ihren guten Erfahrungen. „Ich könnte mir vorstellen, dass nebenbei weiterzumachen“, sagte die 16-Jährige. „Durch die Arbeit mit den Menschen mit Behinderungen bekommt man eine ganz andere Perspektive – das öffnet einem die Augen, dass nicht alles so selbstverständlich ist.“ Ihre Mitschülerinnen Charlotte Köyer und Hannah Fellerhoff, die in der Flüchtlingshilfe aktiv waren, schlossen sich da an: „Wir haben auch überlegt, da nochmal hinzugehen. Die Arbeit mit den Kindern hat Spaß gemacht!“

Zum Abschluss bekamen sie nun das Zertifikat Sozialführerschein. Folgende Schülerinnen und Schüler haben an dem Projekt teilgenommen und den Sozialführerschein erhalten: Marie Benning, Hannah Fellerhoff, Lukas Garstka, Jule Gleba, Sophie Gördes, Johanna Hüging, Luisa Kemper, Charlotte Köyer, Marc Lampe und Luisa Wansing.

Das Projekt des Netzwerks „Freiwillig Engagiert“ lief nach dem Start am Berufskolleg am Wasserturm in Bocholt nun am Remigianum. An beiden Schulen soll ein zweiter Durchgang gestartet werden. Darüber hinaus haben die Planungen für das Gymnasium Maria-Veen begonnen. „Unser Ziel ist letztlich eine kreisweite Ausweitung“, erläuterte Judith Wiltink, Geschäftsführerin des Netzwerks „Freiwillig Engagiert“ im Kreis Borken. Das empfahlen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten beiden Durchgänge. „Das bereichert einen selbst auch“, sagte Johanna Hüging. Lukas Garstka, der in der Flüchtlingshilfe aktiv war, nannte noch einen positiven Nebeneffekt: „Ich will Medizin studieren und als Arzt muss man ja auch einfühlsam sein und mit Menschen umgehen können – von den guten Erfahrungen kann ich sicher etwas mitnehmen für das spätere Berufsleben.“

Titelbild: Freuen sich über das erfolgreiche
Projekt Sozialführerschein:

(sitzend, v. li.:) Sophie Gördes, Jule Gleba,
Luisa Wansing, Bernhard Harborg
(Benediktushof Maria-Veen), Lukas Garstka,

(hintere Reihe, v. li.:) SV-Lehrer Patrick Hülsmann,
Schulleiterin Dorothea Nattefort, Marc Lampe,
Johanna Hüging, Luisa Kemper, Marie Benning,
Hannah Fellerhoff, Charlotte Köyer, Judith Wiltink
(Netzwerk „Freiwillig Engagiert“ Kreis Borken),
Schulseelsorger Norbert Terliesner und Andrea
Berger (Lebenshilfe Borken).

Foto: Kreis Borken– Quelle

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