Übach-Palenberg. „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun!“ – Der Fraktionsvorsitzende der SPD schüttelt über den top in Stand gehaltenen Spielplatz Frelenberg den Kopf, weil er seiner Meinung nach laut SPD-Antrag an den Rat der Stadt “instand gesetzt“ werden muss und der SPD-Stadtverbandsvorsitzende hat den Antrag seiner Partei nicht genau genug gelesen, dass er Spielplätze im Stadtgebiet verwechselt.

Spielplatz Frelenberg

Auch die Schaukel ist in Ordnung. Fred Fröschen hat sie geprüft. – Foto: Hartmut Urban

Es ist schon abenteuerlich, womit sich Rat und Verwaltung herumzuschlagen haben, wenn die SPD wie beim Spielplatz Frelenberg ein populistisches Thema wittert und glaubt bei der Bevölkerung punkten zu können. In völliger Verkennung der Sachlage werden Anträge geschrieben und über die Tagespresse öffentlich ein Fass aufgemacht, dass die Stadtverwaltung und den Bürgermeister bewusst in einem schlechten Licht erscheinen lassen soll. Beispielsweise beim Spielplatz Frelenberg glaubte die SPD fündig geworden zu sein.

Heiner Weißborn und Tim Böven unterzeichneten für die SPD-Fraktion einen Antrag an den Rat der Stadt, in dem in der Begründung mal wieder die Lieblingsfloskel des Fraktionsvorsitzenden, der bekanntlich nicht gerne Hände schüttelt, vom „Kopfschütteln“ zu lesen ist.

Der Parteivorsitzende der SPD meldete sich in der Diskussion um den Spielplatz Frelenberg zu Wort und bemühte einen Vergleich aus seiner früheren Tätigkeit. „Wenn Sie mit ihrem Auto beim TÜV durchfallen, können sie nicht damit argumentieren, dass das Fahrzeug der Frau top in Schuss ist“, meinte Alf-Ingo Pickartz. Bei der Aussprache zwischen dem CDU-Ratsmitglied, Fred Fröschen, der die gute Seele von Frelenberg ist und diesen Vergleich nicht auf sich sitzen lassen wollte, stellte sich heraus, dass Alf-Ingo Pickarts sich geirrt hatte und von einem anderen Spielplatz als dem in Frelenberg ausging. „Dann muss ich den Antrag meiner Fraktion noch einmal genau nachlesen“, entschuldigte er sich bei Fred Fröschen.

Bei derartigen Schnellschüssen der SPD-Fraktion, die nachweislich voll nach hinten losgehen, hätte die bürgerliche Mehrheit im Rat wie die Verwaltung der Stadt alles Recht der Welt gehabt auszurufen: „Da kann man nur mit dem Kopf schütteln!“ Denn eine simple Inaugenscheinnahme bzw. Rückfrage bei Fred Fröschen bzw. der Stadtverwaltung hätte genügt und der SPD-Fraktion wäre die selbst öffentlich gemachten Peinlichkeit erspart geblieben.

Spielplatz Frelenberg

Der beliebte Bolzplatz, direkt im Anschluss an den Spielplatz hat einen kurz geschnittenen Rasen Dank Bauhof. – Foro: Hartmut Urban

Fred Fröschen meinte im Rat der Stadt eher versöhnlich: „Wenn Sie nicht wissen, wovon Sie reden, kann ich Ihnen gern den Spielplatz Frelenberg an der Tevenerstraße persönlich zeigen. Das Gras wird vom Bauhof regelmäßig kurz geschnitten, der Spielplatz sauber gehalten und die Spielgeräte sind alle funktionstüchtig.“ Er bedankte sich ausdrücklich beim technischen Betrieb (Bauhof der Stadt) für die stets gute Arbeit, die die Mitarbeiter nicht nur hier aufopferungsvoll wie gewissenhaft verrichten.

Einige Ratsmitglieder nannten nach der Sitzung den aus parteitaktischen Gründen vorgetragenen Vorstoß der SPD mit dem zuvor öffentlich gemachten Antrag ’schäbig‘, weil hier das Wohl der Kinder vorgeschoben wurde, ohne sich wirklich genügend schlau zu machen und für wirkliche schnelle Abhilfe Sorge zu tragen. Stattdessen wurde auf die Pauke gehauen und mit dem Kopf geschüttelt. „Nicht wirklich verantwortungsvoll“, klang es erstaunlich einhellig auch aus der Stadtverwaltung.

Titelbild: Fred Fröschen, langjährig anerkannt
aufopferungsvoller Ratsvertreter
insbesondere für den Stadtteil Frelenberg.

Foto: Hartmut Urban

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3 thoughts on “Spielplatz Frelenberg – kein Grund zur Kritik

  1. SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN;

    BETREFFEND IHRES SPIELPLATZES MÖCHTE ICH IHNEN MITTEILEN, DASS SPIELPLÄTZE REGELMÄSSIG -NACHWEISLICH ÜBERPRÜFT WERDEN.

    HINSICHTLICH DER BILDER, DIE ICH IHREM ARTIKEL ENTNEHME, IST DIESER SPIELPLATZ SICHER!!

    EINIGE GERÄTE ERFÜLLEN NICHT DIE VORSCHRIFTEN!

    SIE ALS BETREIBER WERDEN BEI EVT: UNFÄLLEN HAFTBAR GEMACHT!

    MFG

    DIETER MOSS

  2. Peinlich, mit welchen populistischen Mitteln wieder gezielt der Bürger von der SPD manipuliert werden soll. Scheinbar kommt die Tageszeitung nicht mal auf den Gedanken Anträge auf ihre Sinngemäßigkeit zu prüfen. Schade nur, dass nicht mehr Menschen diesen Artikel des „Hobby“-Reporters lesen.

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