StädteRegion Aachen. Oberbürgermeister Marcel Philipp, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Jakob von Thenen, Bezirksbürgermeister Aachen-Kornelimünster/Walheim haben in einer gemeinsamen Stellungnahme die Ausbaupläne des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen ausdrücklich gelobt. Unisono sprachen sie von einem verträglichen Kompromiss, der nicht nur die Interessen der Pendler im Blick hat, sondern auch auf die Belange der Anwohner und Gewerbetreibenden Rücksicht nimmt. Die Details zu den Ausbauplänen haben Friederike Ascheid und Matthias Bächler von Straßen.NRW jetzt im städteregionalen Ausschuss für Regionale Zusammenarbeit, Mobilität und Europa vorgestellt. Dabei betonten sie, dass die Bürger noch vor dem formalen Planfeststellungsverfahren beteiligt werden sollen. 

Über den Ausbau der 6,6 Kilometer langen Straße zwischen der Autobahnanschlussstelle Lichtenbusch und Relais Königsberg wird schon lange diskutiert. Die aktuellen Pläne des Landesbetriebs sehen derzeit einen vierspurigen Ausbau von der Autobahn bis zur Einmündung Pascalstraße vor. Von da ab soll es bis Kalkhäuschen dreispurig weitergehen – bergauf jeweils zwei Spuren, bergab eine. Das letzte Teilstück von Kalkhäuschen bis Relais Königsberg könnte dann wieder vierspurig werden. „Wir befinden uns in der Vorplanungsphase. Bis zum Planfeststellungsverfahren wird es noch eine Weile dauern“, machte Bächler deutlich. Ein erster Bauabschnitt wird frühestens 2019 fertig sein. 

Ausbaupläne zur B 258

Etschenberg und Philipp hatten im vergangenen Jahr mit ihrer gemeinsamen Initiative Bewegung in die Ausbauplanungen der Bundesstraße 258 gebracht. Nachdem die beiden etliche Gespräche mit dem Landesbetrieb geführt hatten, liegt jetzt ein umsetzungsfähiger Vorschlag vor. Neben einer Optimierung der drei städtischen Kreuzungsbereiche ist es dem Aachener Oberbürgermeister wichtig, die Fragen der Gestaltung und des Lärmschutzes mit allen Beteiligten ausführlich zu erörtern. So soll der Asphalt im Bereich der Bebauung besonders leise sein. Außerdem sind Lärmschutzwände und/oder -wälle geplant. Eigentümer könnten – falls erforderlich – von einer Förderung für spezielle Lärmschutzfenster und lärmschluckende Dachisolierung profitieren. 

Von Thenen betonte noch einmal den dringenden Handlungsbedarf. „Nichts zu tun, ist keine Alternative“, sagte der Bezirksbürgermeister mit Blick auf das zunehmende Verkehrsaufkommen. Die LKW-Maut und die Umwidmung zur Bundesstraße haben zu erheblich mehr Fahrzeugen pro Tag geführt. Nicht nur an den Wochentagen sondern auch an den Wochenenden sind erhebliche Staus zu beobachten. 2012 waren zwischen Autobahn und Pascalstraße täglich knapp 27.000 Fahrzeuge gezählt worden und auf dem Stück bis Relais Königsberg knapp 20.000. Die Prognose für das Jahr 2025 geht davon aus, dass bis dahin nochmal 10 Prozent mehr Fahrzeuge auf diesen Straßen unterwegs sein werden.

Titelbild:  (v.li.n.re.)Städteregionsrat Helmut Etschenberg,
Oberbürgermeister Marcel Philipp und Jakob von Thenen,
Bezirksbürgermeister Aachen-Kornelimünster/Walheim,
bewerten die Ausbaupläne des Landesbetrieb Straßenbau
Nordrhein-Westfalen als sehr guten Kompromiss,
der Pendlern und Anwohnern gerecht wird.

Foto: StädteRegion Aachen

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