'Systemsprenger'-Fortbildungsreihe startet Anfang 2017  - genial-nah.de

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Kreis Coesfeld.  Die ‚Systemsprenger‘-Fortbildungsreihe startet Anfang 2017. Eine positive Bilanz konnte der Vorstand des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. im Rückblick auf die diesjährigen Tage der seelischen Gesundheit während seiner jüngsten Sitzung ziehen.

Durchweg gut besuchte Veranstaltungen in der letzten Septemberwoche zeigten, dass das Schwerpunktthema „Erlebtes als Seelenlast“  passend gesetzt war.

„Sehr hilfreich war unter anderem die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rosendahl und dem Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Coesfeld“, so Valentin Merschhemke, Vorsitzender des Vereins. Die ins Programm aufgenommene Lesung und Fachtagung hätten wichtige Beiträge dazu geleistet, die so vielfältigen Ursachen und Folgen traumatischer Erlebnisse aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können.

Zusammenarbeit ist auch das Stichwort für das nächste Vorhaben des Vereins. ‚Systemsprenger, Hilfeverweigerer, hoffnungslose Fälle? Wenn Helfende an Grenzen stoßen‘ lautete in 2014 das Schwerpunkthema der Tage der seelischen Gesundheit. Die seinerzeit angebotenen Veranstaltungen fanden ebenfalls ein großes Publikumsinteresse. „Wir haben gleich danach überlegt, wie wir mit diesem Thema weiter in die Tiefe kommen können, als dies in offenen Abendveranstaltungen möglich ist“,  erläutert Merschhemke. Mit einer Fortbildungsreihe hilfeleistende Fachleute – und in diesem Sinne Multiplikatoren – anzusprechen, sei ein naheliegender Ansatz gewesen. Für eine dann vom Verein organisierte und in 2015 gestartete ‚Systemsprenger‘-Fortbildungsreihe habe es deutlich mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze gegeben. Ab Februar 2017 geht es jetzt in die zweite Auflage.

Das Fortbildungsangebot ist ausgerichtet auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit sogenannten „Systemsprengern“ und anderen besonders konfrontativ agierenden Menschen mit schweren psychischen Beeinträchtigungen im direkten Kontakt stehen oder in leitenden Funktionen für diese Aufgaben Verantwortung tragen.  „Umschreibungen wie `Sogenannte Systemsprenger´ oder Systemsprenger in Anführungszeichen sind von uns bewusst eingesetzte Relativierungen, denn einerseits ist diese Bezeichnung geläufig, andererseits sind wir der Auffassung, dass es sich – auch mit Blick auf das Schwerpunkthema 2014 – dabei ganz und gar nicht um hoffnungslose Fälle handelt“, betont Merschhemke.

Möglich geworden ist das Fortbildungsangebot durch eine Zusammenarbeit des Vereins mit der LWL-Klink Marl-Sinsen, der Alexianer Martinistift GmbH, der Klinik am Schlossgarten Dülmen GmbH / den Christophorus-Kliniken Coesfeld-Dülmen- Nottuln, dem Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. sowie der Alexianer Christophorus Klinik. Der Kreis Coesfeld ist Mitglied des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. und unterstützt dessen Aktivitäten.

 

 

Foto: Haben gemeinsam die ‚Systemsprenger‘-Fortbildungsreihe auf die Beine gestellt
(v.l.n.r.): Prof. Dr. Dieter Seifert, Valentin Merschhemke, Dr.  Johanna Schulte Wermlinghoff,
Dr. Wilhelm Oelenberg, Andrea Schmäing, Heinrich Bolle, Arno Fuhrmann. Auf dem Bild
fehlen mit Martin Althoff und Dr. Claus-Rüdiger Haas zwei der Referenten.

Foto: Kreis Coesfeld

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