StädteRegion Aachen. Ein Talentkompass kann aufzeigen, wo meine wahren Stärken liegen. Viele junge Leute fragen sich: „Habe ich Talente, die ich noch gar nicht kenne? Welcher Beruf könnte einmal der richtige für mich sein?“ Rund 170 Achtklässler vom Aachener Inda-Gymnasium machten jetzt den ersten Schritt auf dem Weg in die Studien- und Berufsorientierung.

Im Rahmen des NRW-Projekts „Potenzialanalyse“ lösten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen- und Einzelübungen Aufgaben in verschiedenen Bereichen, die für den Talentkompass aussagekräftig sind. Im Anschluss erhielten sie Zertifikate, die Aufschluss über ihre persönlichen Kompetenzen geben. Die Potenzialanalyse ist eines von mehreren Komponenten im Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“. Mit der Initiative wird die Studien- und Berufsorientierung für alle Schüler in NRW mit dem Talentkompass systematisch strukturiert. Ziel des Programms ist es, allen Jugendlichen nach dem Schulabschluss eine berufsorientierte Anschlussperspektive zu bieten. Das städteregionale Bildungsbüro koordiniert die Potenzialanalyse.

Konkret geht es um eine stärken- und handlungsorientierte Betrachtung von Interessen und Fähigkeiten, die mit dem Talentkompass herausgefunden werden können. Im Vordergrund steht das Entdecken und Erleben der eigenen Kompetenzen im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt außerhalb der Schule. Bis zum Abitur haben Schüler der Jahrgangsstufe 8 zwar noch ein wenig Zeit, um herauszufinden, wie sie sich ihr Berufsleben konkret vorstellen. Bernd Schäfer, Lehrer und Studien- und Berufskoordinator am Inda-Gymnasium, meint aber: „Weil Jugendliche in der Regel viele Interessen haben und zur Orientierung viele Informationen benötigen, ist es gut, wenn sie sich frühzeitig Gedanken machen.“ Dabei erhalten sie Unterstützung nicht nur von ihren Eltern, sondern auch in der Schule, zum Beispiel in Beratungsgesprächen, bei Infoveranstaltungen und durch bei der Suche nach geeigneten Praktika.

Für die Schulen ist die Potenzialanalyse in Form dies Talentkompass noch ein eher neues Instrument: Seit 2014 nehmen immerhin schon 18 von 22 Gymnasien in der StädteRegion Aachen teil.

Titelbild: Begleiteten im Inda-Gymnasium
die Schüler bei der Suche nach ihren Potenzialen
und Interessen (hinten von links):
Margit Keller (Diplom-Sozialpädagogin,
QualiTec GmbH) Gabriele Jordans
(Kommunale Koordinatorin der Landesinitiative
„Kein Abschluss ohne Anschluss“
im Bildungsbüro der StädteRegion Aachen)
und Bernd Schäfer (Lehrer für Deutsch
und Sozialwissenschaften und
Koordinator der Berufsorientierung am Inda-Gymnasium)
.

Foto: Handwerkskammer Aachen
(Die Bildrechte hat die StädteRegion erworben)

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