Theaterpublikation gibt Einblicke - genial-nah.de

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Wolfsburg. Die neue Theaterpublikation demonstriert eindrucksvoll am Beispiel des Wolfsburger Theaters, dass Denkmalschutz vom Bewahren und Konservieren ausgeht, aber darauf aufbauend auch Weiterdenken und -bauen bedeuten kann.

Das 1965 entworfene und am 5. Oktober 1973 eingeweihte Spätwerk des Berliner Architekten Hans Scharoun (1893-1972) zählt mit seiner fast vollständig erhaltenen Originalausstattung zu den „Perlen“ der deutschen Nachkriegsmoderne. Ab Juni 2014 wurde der Kulturbau für 18 Monate geschlossen und konservatorisch instandgesetzt, modernisiert und erweitert. Für einen erfolgreichen Umgang mit Bauwerken der 1960er Jahre könnte dieses ambitionierte Projekt zum Prototyp werden, wie die Theaterpublikation dies zeigt.

Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg, das die Arbeiten begleitet hat, erzählt in der vorliegenden Publikation von Lernprozessen und zeigt die vielen Gesichtern der Baustelle, die nach Fertigstellung oft nicht mehr sichtbar sind. Die Zwischenstadien und das Ergebnis wurden von dem Wolfsburger Fotografen Lars Landmann eindrucksvoll festgehalten. Zu Wort kommen Eigentümer, Nutzer, Architekten und Denkmalpfleger, die anhand der Kategorien „Erhalten“, „Ertüchtigen“ und „Erneuern“ den komplexen Bauprozess erläutern.
„Das Buch ist auch ein Zeitdokument, das langfristig von Wert ist, vielleicht sogar mit zunehmendem Abstand immer wichtiger wird.“ (Stadtbaurätin Monika Thomas)

Eine Theaterpublikation, die hinter die Kulissen schauen lässt

„Das Wolfsburger Theater ist eines der vielen Gebäude der Nachkriegsmoderne, die jetzt anstehen zur Sanierung. Wir wollten ihm neue Modernität geben, aber auch die Patina der vergangenen Jahrzehnte bewahren.“ (Winfried Brenne, Brenne Ges. von Architekten mbH Berlin)
„Ziel der Publikation ist es, die Sanierungsgeschichte des Theaters für verschiedene Leser aufzubereiten – für die Nutzer des Theaters und die Menschen in Wolfsburg ebenso wie für ein Fachpublikum. Dafür sind die Fotos aus der Bauzeit sehr wichtig.“ (Nicole Froberg, Forum Architektur)

Das Forum Architektur wurde 2001 gegründet als städtische Einrichtung zur Architekturvermittlung und
-kommunikation. Die Publikation erscheint als zweiter Band in der Reihe „Stadt │Raum │Geschichte“. Sie ist im Buchhandel und in der KulturInfo der Stadt Wolfsburg am Rathausplatz zu den bekannten Öffnungszeiten erhältlich.

Parallel wird am Samstag, 30. April 2016 ab 14:00 bis 18:00 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ im Theater geboten. Die beteiligten Architekten und Denkmalpfleger führen durch die fertigen Räume und erläutern Sanierungskonzept und -details. Die Publikation wird hier einmalig zu einem Sonderpreis von 20,- Euro verkauft. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Titelbild: Die neue Theaterpublikation 2016
in der äußeren Anmutung

Foto: Stadt Wolfsburg – Quelle

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