Transparenz war das Stichwort, bei dem sich zeigte, dass die Tageszeitung eine Kampagne führt, die im politischen Raum der Stadt Übach-Palenberg so nicht bzw. gar nicht gesehen wird und tatsächlich auch jeglicher Grundlage entbehrt.

Der Stadtverordnete der CDU, Josef Fröschen meldete sich im Bauausschuss der Stadt Übach-Palenberg zum Thema Planungen im Neubaugebiet Beyelsfeld zu Wort und zeigte dezidiert auf, dass die Selbstverpflichtung zu mehr Transparenz der Verwaltung wie vom Bürgermeister gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit sehr Ernst genommen werde.

Die erste Planung zum B-Plan 114 Beyelsfeld sei den Ausschussmitgliedern am 06.03.13 in aller Transparent vorgelegt worden. Diese Planung habe vorgesehen, die gesamte Fläche zwischen den Sportanlagen im Westen in der Verlängerung der Friedensstraße, Connerallee und Thornstraße in den nächsten 15 bis 20 Jahren zu bebauen. Doch bereits ein Jahr später zeigte sich nach Ausführung von Josef Fröschen. dass dies zeitnah nicht umsetzbar sei. Am 13.02.14. wurde der neue Plan mit einer der Fläche wie sie heute noch aktuell ist, vorgestellt.

Josef Fröschen führte zur Transparenz weiter aus: „Die gut informierten Bürger haben eine Menge Bedenken und Anregungen vorgebracht und die sind auch zum Teil direkt an die Stadtverordneten heran getragen worden. Es wurde eine große Bürgenbeteiligung im PZ. Angeboten, wo jeder sein Meinung, seine Bedenken und Anregungen vortragen konnte. In der Folge kamen noch viele schriftlich Anregungen und Bedenken, die dem Bauausschuss vorliegen und zum Teil in der weiteren Planung berücksichtig wurden und in den Ausführungen von Herrn Engels und Herrn Schnüt aufgezeigt wurden.“

Für die CDU Fraktion referierte Josef Fröschen „die Meinung, dass in Abwägung der Interessen der Anwohner und aller Beteiligten und auch die künftigen Bewohner des Neubaugebietes Beyelsfeld, das Projekt für die Entwicklung unserer Stadt Übach-Palenberg wichtig“ und letztlich unverzichtbar sei.

Tranzparenz

Das Urgestein Josef Fröschen weist Verdächtigungen der Tagespresse zurück, Transparenz fände nicht genügend statt. – Foto: Hartmut Urban

Josef Fröschen erinnerte daran, dass die Stadt Übach-Palenberg in den letzten Jahren zu einem Magnet geworden sei, nicht nur in Bezug auf Gewerbe- und Industrieansieglungen, die hochwertige neune Arbeitsplätze geschaffen hätten und Steuerzahler in der höheren Progression in die Stadt lockten. „Gerade diese erwarten aber Wohnraum in exponierter Lage und mit einer Qualität im gehobenen Standard. Dieser attraktive Personenkreis will aber neu nach eigenen Wünschen und Vorstellungen bauen. Diesen potentiellen Neubürgern kann man aber nicht mit Altbauten in Boscheln oder einem Bauernhof beispielsweise in Scherpenseel kommen.“

Die eigentliche Brisanz der Ausführungen vom Ratsherrn Josef Fröschen lag aber in der Antwort auf seine Anmerkung zum Schluss seiner Rede: „Es wird uns Ratsmitgliedern, dem Bürgermeister und der Verwaltung in Leserbriefen und auch von der Lokalpresse vorgeworfen, Geheimniskrämerei zu betreiben. Dies stimmt einfach nicht. Seit Wolfgang Jungnitsch im Jahre 2009 Bürgermeister wurde, legt die Verwaltung stets frühzeitig alles offen, was geplant wird und entschieden werden muss, soweit die Gemeinde-Ordnung nichts anderes verbindlich vorschreibt. So kann jeder im Internet alles weltweit Wir verwahren uns gegen den latenten Vorwurf, nicht genügend Transparent zuzulassen.“

Sowohl der Fraktionsvorsitzende Heiner Weißborn als auch der Stadtverbandsvorsitzende der SPD, Alf-Ingo Pickartz zeigten zum Thema Transparenz ihr Unverständnis und erklärten, sich hinreichend informiert zu fühlen. „Von Intransparenz kann doch wohl keine Rede sein, ich weiß nicht, wovon Sie reden, Herr Fröschen“.

Die Kampagne der Tageszeitung, die mehr Transparenz anmahnt, findet unter den Ratsherren aller Parteien offiziell keine Gegenliebe.