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Stadtanzeiger Kreis Heinsberg: Nachrichten aus dem Kreis – news: #genial-nah

Kreis Heinsberg. Die Urlaubsgeld-Falle droht gerade Mindestlohn-Beschäftigten im Besonderen, auch im Kreis Heinsberg, so die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die Urlaubsgeld-Falle ist aufgestellt und wartet auf die weniger Informierten. Doch das Dreiste ist, gerade die gesetzlichen Mindestlohnempfänger, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen und kaum Zeit haben, sich über die aktuellen Gerichtsurteile zu informieren, werden abgezockt.

Wer 8,50 Euro in der Stunde verdiene und nach dem Tarifvertrag Anspruch auf Urlaubsgeld habe, bei dem dürfe das Urlaubsgeld nicht mit dem Lohn verrechnet werden. Wo es dennoch geschieht, lauert die Urlaubsgeld-Falle. Darauf hat die NGG -Region ­Aachen – hingewiesen und bezog sich konkret auf ein aktuelles Arbeitsgerichtsurteil.

Dieses Urteil zur aktuellen Urlaubsgeld-Falle stellt nach Ansicht der NGG eindeutig klar: Eine jährliche Sonderzahlung wie beispielsweise das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld dürfe nicht auf den gesetzlichen Mindestlohn angerechnet werden.

„Damit wird denjenigen Chefs ein Strich durch die Rechnung ­gemacht, die den Lohn von 8,50 Euro pro Stunde umgehen wollen“, erklärte Peter Mogga, Geschäftsführer der NGG-Region ­Aachen.

Die gesetzliche Lohn-Untergrenze gelte uneingeschränkt und könne nicht durch auf dem kalten Weg einseitig zu Gunsten der Arbeitgeber ausgehebelt werden, betonte Mogga. Der Mindestlohn sei ein sog. „unmittelbare Entgelt“ für die geleistete Arbeit ohne Wenn und Aber! Er dürfe unter keinen Umständen mit anderen Leistungen verrechnet werden, wie ein aktuelles Urteil des Arbeitsgerichts Berlin mit dem Aktenzeichen 54 Ca 14420/14 bestätigte.

„Wer weniger als 8,50 Euro zahle, nur weil es laut Tarif ein zusätzliches Urlaubsgeld gibt, der bereichert sich wohl unrechtmäßig an seinen Mitarbeitern“, so Mogga „und das gehe nun mal gar nicht!“

Wer im Kreis Heinsberg von der Urlaubsgeld-Falle betroffen sei, solle sich umgehend an die Rechtsberatung ihrer Gewerkschaft zu wenden, riet die NGG.

Titelbild: Logo der Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

 

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