Der wahre Grund für die Einladung von Hartmut Urban als Ehrengast zur Eröffnung des Erlebnisraums ‚Westlichster Punkt der Bundes­republik’ im Selfkant wird Aussagen im Artikel der Redakteure von der Aachener Zeitung, Marlon Gego, Jan Mönch und Thorsten Pracht, gegenübergestellt.

 

1. ERLEBNISBERICHT VON HARTMUT URBAN

Mitte der 90er Jahre hatte ich im Selfkant den SPD-Orts­vereins­vorsitz über­nommen und nach Möglichkeiten gesucht, die Gemeinde nach vorn zu bringen. Im politischen Alltag wurde oft darüber gesprochen, dass der Selfkant die westlichste Gemeinde der Bundesrepublik sei.

Mich bewegte die Frage, wo dann die östlichste, die nördlichste und südlichste Gemeinde bzw. Stadt Deutschlands zu finden sein würde. Auf einem alten Diercke-Schulatlas machte ich mit einem Lineal auf der großen Deutschlandkarte neben dem Selfkant List auf Sylt, Görlitz und Oberstdorf aus.

In den gemeinsamen Kreativausschuss von Verwaltung und Wirtschaft berufen, schlug ich vor, die Bürgermeister von List, Görlitz und Oberstdorf in den Selfkant einzuladen, um nach der Wiedervereinigung in den aktuellen Grenzen Deutsch­land im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbarer“ zu machen (vgl. Festschrift 15 Jahre Zipfelbund, Seite 12).

Innerdeutschen Gemeinsinn wie eine höhere Berechenbarkeit nach außen zu erreichen und dabei den Tourismus in allen vier Himmelsrichtungen anzu­kurbeln, waren meine damaligen erklärten Ziele. Diese Idee nahm der Kreativausschuss gerne auf. Ich wurde beauftragt, die Bürgermeister von List, Görlitz und Oberst­dorf anzurufen, sie von der Idee zu überzeugen und in den Selfkant einzuladen.

Die Zusammenkunft kam denn auch noch im gleichen Jahr, am 9. Und 10. Mai 1998 im Selfkant zustande und wurde in List auf Sylt weiter ausgebaut. Beim dritten Treffen in Wiesbaden wurde zum Tag der Deutschen Einheit 1999 der ‚Zipfelbund‘ feierlich gegründet.

Meine damalige Initiative wie mein weiteres Engagement in der Sache waren für den Bürgermeister vom Selfkant, Herbert Corsten, Anlass, mich anlässlich der Eröffnung vom Erlebnisraum ‚Westlichster Punkt der Bundes­republik’ in den Selfkant viele Jahre später als Ehrengast einzuladen, um mich als Ideengeber vom ‚Zipfelbund’ öffentlich auszuzeichnen. Zudem lud er mich ein, neben ihm und dem Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch,  das rote Band zur Freigabe des Stegs zum westlichsten Grenzstein der Bundesrepublik feierlich zu durchschneiden.

 

2. WAS DIE AACHENER ZEITUNG DAZU SCHRIEB 

Unter der Überschrift: „Wenn ein Bürgermeister Propaganda einkauft  –  Die Stadt Übach-Palenberg gibt Steuergeld für Meinungsmache aus, der Beauftragte heißt Hartmut Urban. Er macht im Internet Opposition und Kritiker nieder.“  schrieben die Redakteure Marlon Gego, Jan Mönch und Thorsten Pracht direkt  im ersten Absatz zur Eröffnung der von ihnen so genannten ‚Propaganda-Affäre’ am 9.6.2016 in der Aachener Zeitung folgende Zeilen:

Übach-Palenberg. An einem Tag im vergangenen Sommer stand Hartmut Urban am
frühen Nachmittag ziemlich verlassen am westlichsten Punkt Deutschlands, stemmte
die Hände in die Hüften und schaute misstrauisch um sich. Zuvor hatte er versucht, mit den versammelten Bürgermeistern und dem Landrat ins Gespräch zu kommen, es war der Tag, an dem in Selfkant-Isenbruch der kleine Erlebnispark am westlichsten Punkt der Republik eingeweiht wurde. Urban hatte Fotos gemacht und es geschafft, zusammen mit den Bürgermeistern und dem Landrat fotografiert zu werden, doch seine Small-Talk-Bemühungen endeten in den meisten Fällen recht früh. Denn die Kommunalpolitiker im Kreis Heinsberg wissen inzwischen, wer Hartmut Urban ist.
(Quelle: Aachener Zeitung, Ausgaben ABCDE, Nr. 132, S.3 9.6.2016)

Als Bildunterschrift zum Moment des gemeinsamen Durchschneiden des roten Bandes wählte die Aachener Zeitung folgende Zeilen:

Urban hat es wieder in die erste Reihe geschafft: Gruppenbild mit Pfarrer, Abgeordneten, Bürgermeistern, Landrat – und Hartmut Urban (3.v.r.) bei der Eröffnung des Erlebnisraums Westzipfel in Selfkant im Sommer 2015.
(Quelle: Aachener Zeitung, Ausgaben ABCDE, Nr. 132, S.3 vom 9.6.2016)

 

3. REAKTIONEN AUF ARTIKEL IN DER AACHENER ZEITUNG

  1. Redakteur Marlon Gego der Aachener Zeitung
    Marlon Gego hat erst nach der Veröffentlichung vom 9.Juni 2016 nachrecherchiert, indem er den Bürgermeister vom Selfkant, Herbert Corsten, anrief und die oben zitierten Zeilen in der Aachener Zeitung auf ihre Richtigkeit prüfte. Bürgermeister Herbert Corsten erläuterte seine Beweg­gründe für die Entscheidung, Hartmut Urban als Ehrengast einzuladen. Er habe ihn öffentlich ausgezeichnet wegen seiner bekannten Verdienste zum ‚Zipfelbund’. Bürgermeister Herbert Corsten erklärte gegenüber Marlon Gego, er würde Hartmut Urban jederzeit wieder in gleicher Weise als Ehrengast einladen.
  2. Kommentar zum Artikel: Wenn ein Bürgermeister Propaganda einkauft
    am 16.06.16 – 11:32 Uhr von: Vraeaeaeaeaeme
    Im Mittelalter gab es auf jedem Marktplatz einen öffentlichen Pranger.
  3. Kommentar zum Artikel: Wenn ein Bürgermeister Propaganda einkauft
    am 06.16 – 20:06 Uhr von: gtijockel
    Da wird eine ganz erbärmliche Neidkampagne gestartet die ablenkt von den eigenen Problemen.

 

Text: Hartmut Urban

Titelbild: MEINE ERLEBNISREISE
Im Selfkant am westlichsten Grenzstein

Textgrafik: Hartmut Urban

siehe auch:
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre – Vorankündigung
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 1
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 2
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 3
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 4
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 5
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 6
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 7
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 8
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 9
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 10
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 11
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 12

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Zum obigen Themenkomplex habe ich bereits grundsätzlich
folgende Beiträge in 2013 und 2014 veröffentlicht: 

Informationslücken: Ein unterschätztes Risiko vermeiden
von Hartmut Urban vom 

Der erfolgreiche Umgang mit der Presse 
von Hartmut Urban vom 

Wenn zwei sich streiten: 
Über die destruktive Wirkung von Eskalationen auf kommunalpolitischer Ebene
von Hartmut Urban vom 

Was müssen Bürger wissen, um aktiv und unverdrossen unsere Demokratie zu leben?
von Hartmut Urban vom 

Hoheit über die kommunale Informationsverbreitung 
– ein wirklich starkes Instrument
von Hartmut Urban vom 

Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre – Teil 2