Bezogen auf den EUROLOG äußerten sich die Redakteure der Aachener Zeitung, Marlon Gego, Jan Mönch und Thorsten Pracht im Rahmen der von ihren so genannten ‚Propaganda-Affäre‘. Hartmut Urban stellt seine Sichtweise dem gegenüber.

 

1. ERLEBNISBERICHT VON HARTMUT URBAN

 Die Maastrichter Verträge hatten aus meiner damaligen politisch-journalistischen Sicht die Menschen nicht genügend im Blick.

Europa könne – so meine Auffassung – auf Dauer nur gelingen, wenn die EU-Bürger in die europäischen Einigungsprozesse spürbar mit einbezogen würden. So entstand die Idee, den politisch-bürokratischen Mono­logen europäische Dialoge entgegenzusetzen, eben den von mir so genannten ‚EUROLOG‘ als Europa-Gespräch der Bürgerinnen und Bürger selbst.

Da ich aus meiner Funktion innerhalb der Partij van de Arbeid (PvdA) Zugang zur Mitgliedern der damaligen niederländischen Regierung unter Wim Kok wie in die Tweete Kamer hatte, nutzte ich die Möglichkeit, die Vorsitzende der PvdA, Karin Adelmund, zum ersten EUROLOG einzuladen.

Als Mitglied der Bundespressekonferenz, als Vorwärts-Redakteur und in der sog. ‚Mittwochsrunde’  im Bonner Erich-Ollenhauer-Haus hatte ich auch direkten Zugang zur Parteispitze wie zur SPD-Bundestagsfraktion. So lud ich auch die stellv. Vorsitzenden der SPD und Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, in den niederländisch-deutschen Grenzraum zum ersten EUROLOG ein.

Später vertraute ich die Idee, das Konzept wie den Namen ‚EUROLOG‘ dem Bürger­meister der Grenzstadt Übach-Palenberg, Wolfgang Jungnitsch, an, um im Sinne der EU-Bürger wie der Bürgerschaft der Stadt Übach-Palenberg und Region Aachen den EUROLOG fortzuführen. Dieser ging mit Elan pro Europa wie der regiona­len Wirtschaft den EUROLOG im Rahmenprogramm der Karlspreis­ver­leihung an und verschaffte seither der Stadt Übach-Palenberg ein alljährliches Highlight.

Zum ersten EUROLOG 2013 im Schloss Zweibrüggen war ich als Ehrengast eingeladen und wurde gebeten eine kurze Ansprache zu halten. Die Rede des Bürgermeisters, aus der auch die Redakteure Marlon Gego, Jan Mönch und Thorsten Pracht zitierten, geht auf die Entstehung des EUROLOGs detailliert ebenso ein wie auf weitere Ideen, beispielsweise den ‚Zipfelbund’. Die Rede war für Interessierte jahrelang auf der Homepage der Stadt Übach-Palenberg nachzulesen. Nähere Einzelheiten sind einem Artikel der Stadt auf der Homepage der Stadt Übach-Palenberg wie der Rede des Bürgermeisters zum EUROLOG 2013 zu entnehmen. Hier die Links zum städtischen Artikel wie zur Rede des Bürgermeisters aus dem Jahre 2013 unter dem Titel: „Übach-Palenberg rückt für einen Tag ins Zentrum Europas der Herzen“.

 

2. WAS DIE AACHENER ZEITUNG DAZU SCHRIEB

Die Aachener Zeitung schrieb noch am 12. April 2013 unter dem Titel „Erster Eurolog im Schloss Zweibrüggen“:
Dazu hatte die Stadt Übach-Palenberg mit dem Initiator Hartmut Urban eine
hochkarätige Teilnehmerschaft eingeladen.

(Quelle: Aachener Zeitung, Ausgabe C1, Nr. 85, vom 12.04.2013, S.15)

Unter der Überschrift: Wenn ein Bürgermeister Propaganda einkauft  –  Die Stadt Übach-Palenberg gibt Steuergeld für Meinungsmache aus, der Beauftragte heißt Hartmut Urban. Er macht im Internet Opposition und Kritiker nieder.  schrieben die Redakteure Marlon Gego, Jan Mönch und Thorsten Pracht im Rahmen der von ihnen so bezeichneten ‚Propaganda-Affäre‘ am 9.6.2016 in der Aachener Zeitung folgende Zeilen:

Jungnitsch erklärte gegenüber unserer Zeitung wiederholt, dass ‚keine Beratungs- oder  Organisationsleistungen von Herrn Urban für die Stadt Übach-Palenberg bzw. deren Mitarbeiter erfolgt’, also auch für ihn selbst nicht.

Beim Eurolog 2013 klang das allerdings ein bisschen anders. […] Jungnitsch widmete einen Teil seiner Begrüßungsrede Hartmut Urban, was angesichts der höherrangigen Gäste aus Politik und Wirtschaft zumindest ungewöhnlich ist.
Jungnitsch sagte damals: ‚In Herrn Hartmut Urban, als Ehrengast am heutigen Abend, den ich an dieser Stelle herzlich begrüße, (…) habe ich einen Ideengeber für unsere Stadt an meiner Seite, dessen unvergleichliche Kreativität eine immerfort sprudelnde Quelle ist.’
 
(Quelle: Aachener Zeitung, Ausgaben ABCDE, Nr. 132, S.3 vom 9.6.2016)

Mit der Bildunterschrift zum Gruppenfoto vom EUROLOG 2013 taten die Redakteure der Aachener Zeitung, Marlon Gego, Jan Mönch und Thorsten Pracht, wie schon bei der Eröffnung des Erlebnisraumes ‚Westzipfel‘ im Selfkant Hartmut Urban „wieder“ ins Bild gedrängt habe: Und wieder ist Urban auf dem Foto: Gruppenbild mit (Ex-)Oberbürgermeistern, Bürgermeistern, EU-Parlamentariern – und Hartmut Urban (3.v.l.) beim Eurolog 2013 in Übach-Palenberg.
(Quelle: Aachener Zeitung, Ausgaben ABCDE, Nr. 132, S.3 vom 9.6.2016)

 

3. REAKTIONEN AUF ARTIKEL IN DER AACHENER ZEITUNG

  1. Klaus-Giso Bernhardt, Funktionsträger in der und für die SPD Übach-Palenberg
    Leserbrief von Klaus-Giso Bernhardt zur sog.Propaganda-Affäre mit der Überschrift ‚Genial fatal‚ in der Aachener Zeitung, Ausgabe: Geilenkirchener Zeitung vom 18.6.2016:
    Dank an die engagierten Journalisten der Geilenkirchener Zeitung, die in geduldiger, langer Recherche einen (auszugsweisen) Katalog von Machen­schaften des Schreiberlings Hartmut Urban aufgedeckt haben. (…) Soweit mir bekannt, sind unserem Bürgermeister in der Vergangenheit genug kritische Stimmen zur Causa „Urban“ – schriftlich wie mündlich – zugetragen worden. Was ihn aber offensichtlich nicht davon abgehalten hat, Urban bei der Eurolog-Veranstaltung bedenkenlos auch noch als ‚Ehrengast’ zu titulieren. Schade. Es gäbe alternativ(los) den Begriff ‚Persona non grata‘.
    (Quelle: Geilenkirchener Zeitung, Nr. 140, 18.06.2016, S.15)

 

Text: Hartmut Urban

Titelbild: EUROLOG
im Schloss Zweibrüggen

Textdesign: Hartmut Urban

siehe auch:
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre – Vorankündigung
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 1
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 2
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 3
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 4
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 5
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 6
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 7
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 8
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 9
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 10
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 11
Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre –  Teil 12

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Zum obigen Themenkomplex habe ich bereits grundsätzlich
folgende Beiträge in 2013 und 2014 veröffentlicht: 

Informationslücken: Ein unterschätztes Risiko vermeiden
von Hartmut Urban vom 

Der erfolgreiche Umgang mit der Presse 
von Hartmut Urban vom 

Wenn zwei sich streiten: 
Über die destruktive Wirkung von Eskalationen auf kommunalpolitischer Ebene
von Hartmut Urban vom 

Was müssen Bürger wissen, um aktiv und unverdrossen unsere Demokratie zu leben?
von Hartmut Urban vom 

Hoheit über die kommunale Informationsverbreitung 
– ein wirklich starkes Instrument
von Hartmut Urban vom 

 

Wahre Begebenheiten zur sog. Propaganda-Affäre – Teil 2

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