Westfalen interaktiv erleben mit lebendigen Exponaten

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DortmundWestfalen interaktiv erleben mit lebendigen Exponaten hat schon was, wie das Museums für Kunst und Kulturgeschichte beweist.

Einige Besucherinnen und Besucher des Dortmunder Museums für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) an der Hansastraße 3 erleben derzeit so manche Überraschung in der Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“: Sie begegnen etwa einer jungen Frau, die inmitten der Exponate Äpfel schält. Wer stehen bleibt, erfährt, dass die junge Rheinländerin Apfelkuchen für ihre Verlobung backen will und traditionelle westfälische Rezepte sucht, um ihre neue Familie zu beeindrucken. Wer mag, darf seine eigenen Rezepte und Kenntnisse einbringen und die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ dadurch bereichern.

Andernorts inspiziert ein beredter Mechaniker einen historischen Kleinschnittger-Sportwagen und kommt dabei mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Eine Putzfrau wischt stoisch die Fenster eines Gewächshauses, während eine Gruppe stillender Mütter ein aus dem Münsterland stammendes Wiegenlied singt.

Hinter den überraschenden Inszenierungen stehen Akteurinnen und Akteure des „IKON Performance Research Institutes“. In Zusammenarbeit mit den Ausstellungsgestaltern Wende/Kretschmer und im Auftrag des MKK haben sie den musealen Kontext immer wieder mit kleinen oder größeren, zum Teil spontanen Interventionen durchbrochen. Das Publikum wird dadurch Teil der Ausstellung und der Geschichte Westfalens, um die es in der Ausstellung geht. Als „lebendige Exponate“ interagieren die Künstlerinnen und Künstler mit dem Publikum und spielen mit Bildern und Erwartungen. Das Projekt wird bis zur Finissage der Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ am 28. Februar fortgesetzt.

Am 30. Januar ab 15.30 Uhr gibt es eine offene Sprach- und Klangperformance, die die verschiedenen künstlerischen Schaffensbereiche der Westfälin Annette von Droste-Hülshoff erschließt.

Zum selben Thema findet am 21. Februar um 15 Uhr eine performative Führung statt. Anmeldung dafür per Tel.: 0176/22370341. Am 27. Februar gibt es ab 15 Uhr eine Performance zum Thema Religion, Migration und Flucht.

Text: Katrin Pinetzki

Titelbild: Performancs in der Ausstellung
„200 Jahre Westfalen. Jetzt!“

Foto: Guido Meincke / IKON

 

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