Selfkant. Der Bürgermeister vom Selfkant, Herbert Corsten, hat es möglich gemacht, dass der westlichste Grenzstein der Bundesrepublik Deutschland zwischen dem deutschen Ort Isenbruch und dem niederländischen Susterer ab den 20. Juni 2015 noch stärker in das allgemeine Bewusstsein rückt.

Grenzstein 1998

Der westlichste Grenzstein mit den Bürgermeistern von List auf Sylt, Oberstdorf, Görlitz und dem Selfkant im Mai 1998 auf persönliche Initiative von Hartmut Urban. – Foto: privat

Für den Redakteur von „genial-nah.de“ ist dies ein besonderer Festtag, wird doch dann einer seiner Herzenswünsche erfüllt. Der damalige Korrespondent aus Brüssel und Straßburg,  sowie Mitglied der Bundespressekonferenz in Bonn e.V. hatte die drei Bürgermeister aus List auf Sylt, Oberstdorf und Görlitz als Vertreter der nördlichsten, südlichen wie östlichen Kommunen persönlich am Telefon davon überzeugen können, alle zusammen sich im Mai 1998 mit Willi Otten, dem damaligen Bürgermeister vom Selfkant im Selfkant zu treffen. Der westlichste Grenzstein der Bundesrepublik wurde besucht und am Findling mit Bronzetafel ein Erinnerungsfoto für alle Delegationen geschossen. Zuvor hatte er seine Idee im Kreativausschuss vom Selfkant, bestehend aus Vertretern der Gewerbetreibenden wie der Verwaltung vorgestellt. Im Jahre 1999 wurde dann  nach einem zweiten Treffen in List auf Sylt schließlich in Wiesbaden der Zipfelbund feierlich geschlossen.

Der westlichste Grenzstein der BRD

Bürgermeister Herbert Corsten freut sich auf den 20. Juni, an dem das Alleinstellungsmerkmal „westlichste Kommune der BRD“ mit westlichstem Grenzstein einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wird. – Foto: Hartmut Urban

Am seinerzeit vom Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpen persönlich eingeweihten Gedenkstein am Grenzübergang zu den Niederlanden, nur wenige Meter vom eigentlichen Grenzstein entfernt, der westlichste Grenzstein. Dort versammelten sich für das inzwischen historische Foto die Bürgermeister (v.r.n.l.) Willi Otten, Hans Peter Wolf (in Vertretung von OB Karbaum), Eduard F. Geyer und Leo Wittmeier für ein Erinnerungsfoto im Jahre 1998.

Hinter dem Grundstück des seinerzeit absolut westlichsten Zahnarztes der Bundesrepublik Deutschland wird ein Weg installiert, der zur eigentlichen Attraktion führt. Es ist der westlichste Grenzstein der BRD. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber am Samstag, 20. Juni, aber soll „der westlichste Punkt Deutschlands als touristische Attraktion fein herausgeputzt sein“, verspricht Bürgermeister Corsten.

Der lange Weg zum westlichsten Grenzstein

Noch nicht ganz fertig, die Wegekonstruktion zum westlichsten Grenzstein der BRD. – Foto: Hartmut Urban

Das wahre Alleinstellungsmerkmal als Teil des neu geschaffenen „Erlebnisraumes Westzipfel“ bei Isenbruch wird im Rahmen einer Feierstunde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Parkplatz und Bikerplatz sind bereits fertiggestellt. Die Fahhradspur hin zum westlichsten Grenzstein entlang der K1 von Tüdderen nach Isenbruch wird derzeit teilweise mit einer neuen Teerdecke versehen.

Der Grenzstein

Noch ein wenig verborgen in der Bepflanzung des Grenzbaches zwischen Deutschland und den Niederlanden fristet der berühmte westlichste Grenzstein der Bundesrepublik Deutschland ein beschauliches Dasein, bevor er Mitte Juni 2015 ins Rampenlicht der Öffentlichkeit kommt und viele „Pilgerer“ aus Nah und Fern dem Stein die gebotene Auswertung machen werden. – Foto: Hartmut Urban

Die massive Metallkonstruktion entlang des Rodenbachs (siehe Foto oben), vom Parkplatz bis hin zu dem Punkt, wo der westlichste Grenzstein zu bestaunen ist, wurde moniert. Nur die Geländer wie die Gehplatten müssen noch abschließend angebracht werden. Auch die Brücken über den Grenzbach sind noch nicht komplett fertig. Eine Unterstellmöglichkeit für Wanderer und Radler am Parkplatz ist noch geplant.

Doch am 20. Juni ab 11 Uhr muss alles geregelt sein, um das umfangreiche fünfstündige Programm bis 16 Uhr ungehindert stattfinden zu lassen. Bürgermeister Herbert Corsten wird dann  die Gäste begrüßen, darunter auch Landrat Stephan Pusch und Wethouder Peter Pustjens von der niederländischen Nachbargemeinde Echt-Susteren, Bürgermeister der Nachbargemeinden sowie den Ideengeber aus dem Jahre 1998, den Journalisten Hartmut Urban. Mit Musik und Gesang, dargeboten von Vereinen aus dem Selfkant, sowie Vorträgen der Kindergartenkinder und Schüler wird der westlichste Punkt in lokaler Manier in Szene gesetzt werden.

Titelbild: Findling mit Bronzetafel
als Hinweis auf den nahen
westlichsten Grenzstein,
seinerzeit eingeweiht
vom damaligen RP Antwerpen.

Foto: Hartmut Urban

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