Windmühlen im Selfkant winken mit Schnupperkursen - genial

Stadtanzeiger Selfkant: Nachrichten aus der Gemeinde – news: #genial-nah

Windmühlen im Selfkant winken mit Schnupperkursen - genial

Stadtanzeiger Gangelt: Nachrichten aus der Gemeinde – news: #genial-nah

Windmühlen im Selfkant winken mit Schnupperkursen - genial

Stadtanzeiger Waldfeucht: Nachrichten aus der Gemeinde – news: genial-nah

Windmühlen im Selfkant winken mit Schnupperkursen - genial

Stadtanzeiger Kreis Heinsberg: Nachrichten aus dem Kreis – news: #genial-nah

Selfkant / Gangelt/ Waldfeucht /Kreis HeinsbergDie Selfkantregion gehört mit den historischen Windmühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren, Kirchhoven und Millen zu den mühlendichtesten Regionen Deutschlands. Die Einmaligkeit dieser fünf Mühlen in unmittelbarer Nähe zueinander bei völllig erhaltener historischer Bausubstanz und Ausstattung ist für viele Besucher aus nah und fern Anlass, einen Tag in unserer Mühlenregion zu verbringen und den Müllern einmal über die Schulter zu schauen.

Um die Mühlenregion noch eindrucksvoller der Öffentlichkeit darzustellen, wurde im Jahr 2007 der Verein Historische Mühlen im Selfkant e.V. gegründet. Neben der besseren Präsentation dieses wichtigen Kulturgutes hat sich der Verein insbesondere die Unterstützung der Mühlenbetreiber bei der Unterhaltung der Windmühlen und die Förderung des handwerklichen Nachwuchses, vor allem die Ausbildung ehrenamtlicher Helfer, der sog. „Freiwilligen Müller“, zur Aufgabe gemacht.

Die Ausbildungsaktivitäten des Vereins nahmen bereits kurz nach Vereinsgründung mit Schnupperkursen für Interessierte an den Windmühlen im August/Septemer 2008 Ihren Anfang. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Theo und Hubert Verbeek, Inhaber der Haarener Windmühle, die mit ihrem umfangreichen Fachwissen die Mühleninteressierten begeisterten, konnten in kurzer Zeit 10 Freiwillige Müller gewonnen werden, die sich in den folgenden Jahren einer umfangreichen Ausbildung in den Selfkantmühlen unterzogen. Nach einem ersten Einstieg war es aber bald an Zeit, sich fachkundige Verstärkung aus den Niederlanden zu holen, um die Ausbildung zu intensivieren. Mit Martie te Brake aus Breedevoord (Gelderland) und Marc Criens aus Kessel (Nähe Roermond) wurden schnell zwei kompetente Ausbilder gefunden. Schwerpunktmäßig wurde die Ausbildung in den Mühlen Kirchhoven (samstags) und Haaren (donnerstags spätnachmittags) durchgeführt.

Heute sind die 11 Freiwilligen Müller des Vereins in der Lage, die vier Windmühlen der Region sicher drehen zu lassen. 4 von den Freiwilligen sind sogar in der Lage, selbständig zu mahlen.

Wer jetzt der Meinung ist, dass die Ausbildung an den Windmühlen zum Freiwilligen Müller aus sturem Pauken von umfangreichem Fachwissen besteht, der irrt gewaltig! Die Ausbildung erfolgt fast ausschließlich am und im Objekt – d.h., an und in den Mühlen –  und ist daher sehr praxisbezogen. Dass bei der Ausbildung keine Langeweile sondern viel Spaß an der Freude angesagt ist, zeigt die Tatsache, dass vor knappt 8 Jahren mit 10 Leuten begonnen wurde und der Verein heute mit 11  ausgebildeten Freiwilligen gut dasteht. Die alte Weisheit „ein bisschen Schwund ist immer“ gilt in dieser Hinsicht ausnahmsweise einmal nicht.

Heute „sitzt“ jeder Freiwillige Müller auf „seiner“ Mühle. Das heißt, nach Abschluss der Ausbildung wurden vier Mühlenteams von 2-3 Freiwilligen gebildet, die jeweils für den Betrieb einer Mühle zuständig sind. Zu diesen Teams gesellen sich die jeweiligen Mühlenbetreiber, so dass sich um die 4 Selfkant-Windmühlen insgesamt 16 Fachleute kümmern.

Neben dem „Drehen“ und Mahlen der Mühle gibt es jede Menge an und in den Mühlen zu tun. So führen die Teams regelmäßig die notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten durch. Natürlich kann trotz des Engagements der Freiwilligen manchmal nicht auf den speziellen Sachverstand von erfahrenen Mühlenbauern aus den Niederlanden verzichtet werden. Dennoch sind die handwerklichen Leistungen der Freiwilligen Müller enorm und sparen erhebliche Unterhaltungskosten.

Aus den Rentnern der Freiwilligen hat sich mittlerweile ein vierköpfiger Bautrupp gebildet, der sich donnerstags morgens an den Windmühlen trifft.

Aber auch die Geselligkeit unter den Freiwilligen kommt nicht zu kurz. Einmal jährlich starten sie zu einer zweitägigen Exkursion zu interessanten Mühlen, aber auch anderen Attraktionen, wie z.B. im letzten Jahr zur Bataviawerft mit historischen Schiffen in der Nähe von Amsterdam. Und ab und zu trifft man sich an den Mühlen zum gemütlichen Grillabend oder der Rentnertrupp macht einen Abstecher zum Aachener Weihnachtsmarkt mit Dombesichtigung.

Trotz aller Erfolge der letzten Jahre im Bereich der Ausbildung ist der Verein auf Nachwuchskräfte angewiesen, die diese schöne Idee in die nächste Generation tragen. Aus diesem Grund hat sich der Verein entschieden, nochmals an zwei Samstagen im April kostenlose  und völlig unverbindliche Schnupperkurse für Mühleninteressierte anzubieten. Die Schnupperkurse finden am Samstag, dem 9. April und am darauffolgenden Samstag, dem 16. April, jeweils um 14.00 Uhr, an einer der Selfkant-Windmühlen statt. Die Teilnehmer werden nach einer allgemeinen Einführung in die Funktionsweise der Mühlen an das Erlernen einfacher Handgriffe wie z.B. Seilknoten, Segel setzen, herangeführt. Es wird hochinteressant und die Zeit wird wie im Flug vergehen. Wenn auch soeben von Nachwuchswerbung die Rede war, so besteht auch im „gesetzteren Alter“ grundsätzlich keine Altersbeschränkung. Hauptsache, man fühlt sich fit genug, ein paar steile Treppen bis unter die Mühlenkappe zu steigen und man bekommt nicht schon bei wenigen Metern über der Erde Schwindelanfälle.

Alle Teilnehmer an den Schnupperkursen der Windmühlen im Selfkant und einer evtl. späteren – ebenfalls kostenlosen – Ausbildung sind haftpflicht- und bei der Berufsgenossenschaft wie normale Arbeitnehmer über den Verein unfallversichert.

Anmeldungen nehmen Toni Wählen, Tel. 01577 – 1904402 , E-Mail windmuehle.kirchhoven@gmail.com und Josef Vraetz, Tel. 0163 – 9747862, E-Mail jvraetz@yahoo.de entgegen.

Titelbild: Arbeiten an der Flügelwelle

Foto: Gemeinde Waldfeucht

Infos aus dem KREIS HEINSBERG

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